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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 15:35 Uhr

Wasserversorgung in Kellinghusen : Stadt warnt: Bakterien im Trinkwasser

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Wassernetz in der Störstadt ist möglicherweise mit coliformen Keimen belastet. Ergebnisse von weiteren Untersuchungen werden am Montag erwartet.

Zahlreiche Haushalte im südlichen Stadtgebiet von Kellinghusen dürften sich gestern beim Blick in den Briefkasten erschreckt haben. In einem Schreiben warnt Bürgermeister Axel Pietsch vor dem Genuss des Trinkwassers. Bei einer der regelmäßigen Beprobungen war eine „geringe Menge coliformer Keime in Teilen des Trinkwassernetzes Kellinghusen“ festgestellt worden. Diese können im schlimmsten Fall vor allem bei immunschwachen Personen zu Krankenheiten wie Durchfall, Harnwegsinfektion oder Lungenentzündung führen.

Gemeinsam mit Ordnungsamt und Kellinghusens Wassermeister Tobias Hornick wurde das Gebiet festgelegt, in dem die Bürger bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten sollten: Friedrichstraße, Mühlenbeker Straße, Birkenallee, Mittelstraße, Mühlenstraße, Tewesallee, Poggfred, Im Winkel, Feldhusener Straße, Moorkamp, Feldhusen, Kleiner Kamp, Neuer Kamp und Marienstraße.

Ob es wirklich eine relevante Verunreinigung mit den Keimen gibt oder möglicherweise nur ein Fehler bei der Probenahme vorliegt, kann erst nach weiteren Untersuchungen gesagt werden. „Wir rechnen im Lauf des Montags mit den Ergebnissen. Dann werden wir die weiteren Schritte besprechen und die Bevölkerung informieren“, sagt Pietsch. „Da es in Bezug auf derartige Keime keine Toleranzgrenze gibt, möchte ich Sie bitten, bestimmte Warnhinweis zu beachten und auch Ihre Nachbarn zu informieren.“ Für Bürger in dem betroffenen Gebiet gilt, dass Wasser für Speisen, Getränke und das Zähneputzen nur nach gründlichem Abkochen verwendet werden sollte. Auch offene Wunden sollten nicht mit dem Leitungswasser in Berührung kommen.

Anwohnerin Isabell Löcken (29): „Dieser Warnhinweis sagt eigentlich nicht viel aus – ich habe zwei kleine Kinder, wie vorsichtig müssen wir denn jetzt sein? Was ist zum Beispiel mit Baden? Es müsste mehr Aufklärung geben.“ Auch Regina Nürnberg (69) ist verunsichert: „Normalerweise trinke ich fast nur Leitungswasser. Jetzt werde ich mir was abkochen. Man fragt sich aber schon: Muss ich jetzt jeden Tropfen meiden? Und was soll ich tun, wenn ich mich krank fühle?“

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erstellt am 10.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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