zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

Schulen in Itzehoe : Stadt kündigt schnelle Lösungen bei gesperrten Sporthallen an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einzelprüfungen des Brandschutzes der Sporthallen sollen Möglichkeiten zur Nutzung für Schulveranstaltungen ausloten.

Gibt es Möglichkeiten, Itzehoes Schulsporthallen auch in Zukunft für Theateraufführungen und andere Schulveranstaltungen zu nutzen? Dies herauszufinden, hat nach den Worten von Bürgermeister Andreas Koeppen aktuell „hohe Priorität“ für die Stadtverwaltung. „Wir wissen, da ist Druck drauf. Wir arbeiten an einer schnellen Lösung“, sagte Koeppen in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses.

Mitte Oktober hatte die Stadt den Schulen in ihrer Trägerschaft per Brief die Nutzung der Hallen für nicht-sportliche Zwecke untersagt. Hintergrund sind fehlende brandschutzrechtliche Genehmigungen für andere Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern (wir berichteten). Die Verwaltung will nun prüfen, ob und mit welchem Aufwand eine Genehmigung von Veranstaltungen wie Einschulungs- und Entlassfeiern oder Basaren in Zukunft rechtlich möglich wäre.

„Wir werden in den nächsten Tagen einen Gutachter beauftragen, die Situation für jede Halle einzeln zu prüfen“, so Koeppen. „Bei einigen Gebäuden können wir uns vorstellen, dass eine weitergehende Nutzung schon in wenigen Monaten möglich ist.“ Andere seien dagegen baulich eventuell nicht oder nur mit großem Umbauaufwand für nicht-sportliche Veranstaltungen genehmigungsfähig. „Das müssen jetzt die Einzelfallprüfungen zeigen“, so Koeppen. Er kündigte an, dass die Lage der einzelnen Schulen bei der Reihenfolge beachtet wird, in der die Gutachten erstellt werden.

Kritik an der Informationspolitik des Rathauses äußerten in der Ausschusssitzung Itzehoer Schulleiter. Gerd Freiwald (Klosterhofschule) und Kay Grünbauer (Grundschule Edendorf) kritisierten die sofortige Untersagung von Veranstaltungen per Brief mitten in den Herbstferien. „Das ist nicht die Art, wie man mit den Schulen zusammenarbeiten sollte“, sagte Freiwald.

Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung, wies den Vorwurf des „überraschenden“ Verbots zurück. Es habe bereits im September eine Information dazu im Bildungsausschuss gegeben und anschließend Abfragen seitens seines Amtes an die Schulen. „So überraschend kam das also nicht.“

Bürgermeister Koeppen warb seinerseits um Verständnis für das Handeln der Verwaltung. „Wenn wir ehrlich sind, wissen wir alle, dass dies schon vor Jahren hätte passieren müssen.“

Aus den Reihen der Bildungspolitiker gab es keine grundsätzliche Kritik am Entschluss des Rathauses, allerdings die Aufforderung, nun mit den Schulen an konzeptionellen Lösungen zu arbeiten und pragmatisch für Ersatzräume für schulische Veranstaltungen zu sorgen. Koeppen kündigte an, Mittel im Schuletat dafür bereitzustellen. Über mögliche Umbaumaßnahmen wird die Politik dann nach Vorliegen der Gutachten beraten. „Das wird nicht ewig dauern“, sagte Koeppen, ohne ein konkretes Zeitfenster benennen zu wollen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen