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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Sport hält Meno Kiene mit 90 noch fit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beidenflether Altbürgermeister feiert morgen mit 100 Gästen Geburtstag

Meno Kiene war 18 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Beidenfleth, acht Jahre Amtsvorsteher im damaligen Amt Wewelsfleth, 34 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung, 40 Jahre Jagdvorsteher und gut zwei Jahrzehnte Verbandsvorsteher des Sielverbandes Beidenfleth. Am morgigen Sonntag feiert er mit rund hundert geladenen Gästen seinen 90. Geburtstag im Gasthof Frauen.

Der gebürtige Beidenflether hatte eigentlich Förster werden wollen, doch ließ sich dieser Wunsch nicht erfüllen. Von der Schulbank in der Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe weg wurde er 1943 als Marinehelfer im Neufelder Koog eingesetzt, kam dann zum Reichsarbeitsdienst nach Hamburg und schließlich als Soldat zu den Pionieren. Nach Einsätzen in Dänemark und an der Westfront in der Eifel geriet er in englische Gefangenschaft, aus der er im August 1945 in sein Heimatdorf zurückkehrte.

Er übernahm den elterlichen Hof im Ortsteil Dodenkop, den er gemeinsam mit seiner Schwester Gertrud bis 1981 bewirtschaftete. 1984 wurde der Hof durch ein Großfeuer zerstört. Ein Jahr später errichtete er im Dorf sein neues Eigenheim, das er 1985 mit seiner Frau Edith einzog. Er hatte die Witwe erst im selben Jahr geheiratet. Sie brachte drei erwachsene Kinder mit in die Ehe. Beide freuen sich inzwischen über fünf Enkel und einen Urenkel. Auf Wunsch verschiedener Bürger trat Meno Kiene 1959 zur Wahl des Bürgermeisters an und wurde auf Anhieb in das Amt des Dorfchefs gewählt. 1962 wurde er Amtsvorsteher für Wewelsfleth, Beidenfleth und Brokdorf – ein Ehrenamt, das er mit Bildung des neuen Amtes Wilstermarsch im Jahr 1970 aufgab.

Der Jubilar ist überzeugt: „Der Sport hat mich bis heute fit gehalten. Auch mit 90 habe ich keinerlei Wehwehchen.“ Kegeln, zweimal pro Woche Schwimmen und der wöchentliche Seniorensport beim MTV Wilster mit Übungsleiter Richard Sühl stehen auf seinem Terminkalender. Noch bis vor drei Jahren stellte er sich immer wieder den Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen. „Ich habe es dabei auf neun Wiederholungen des goldenen Sportabzeichens gebracht“, ist der 90-Jährige stolz. Er bearbeitet auch im hohen Alter noch den Garten rund ums Haus und verfolgt mit Interesse das kommunalpolitische Geschehen. Mit Freunden trifft er sich alle zwei Wochen zu einer zünftigen Doppelkopfrunde, bei der natürlich viel über die kleine und große Politik gesprochen wird.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 16:35 Uhr

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