zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 05:08 Uhr

Wahlparteitag : SPD nominiert Birgit Herdejürgen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Landtagsabgeordnete tritt erneut als Direktkandidatin in Steinburg-Ost an. Die HVV-Diskussion hatte kaum Auswirkungen auf das Ergebnis.

Kreisvorstandsmitglied Lothar Schramm warb vor der Wahl bei den SPD-Delegierten um Solidarität für Birgit Herdejürgen: Intern können man anderer Meinung sein, nach außen hin sollte die SPD dagegen geschlossen auftreten und die Landtagsabgeordnete mit einem starken Mandat in den Wahlkampf schicken. Und daran hielten sich die Sozialdemokraten auch weitgehend. Bei der Wahl zur Direktkandidatin für die Landtagswahl Wahlkreis Steinburg-Ost erhielt Birgit Herdejürgen (51) fast 75 Prozent der Stimmen. 28 Delegierte stimmten im Café Schwarz in Itzehoe für die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, sieben votierten dagegen und drei Mitglieder enthielten sich. Damit war das Ergebnis nur etwas schlechter als bei der Wahl vor fünf Jahren, damals gab es vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen bei 31 Ja-Stimmen. Ausgangspunkt für Schramms Appell war die Abstimmung von Herdejürgen im Landtag, wo sie gegen den Beitritt des Kreis Steinburg zum Hamburger Verkehrsverbund stimmte (wir berichteten) und dafür teilweise auch in den eigenen Reihen kritisiert wurde.

Die Itzehoerin ist seit dem Jahr 2000 Mitglied im Landtag, zurzeit ist sie als Parlamentarische Geschäftsführerin neben dem Landesvorsitzenden Ralf Stegner und einigen anderen „für das geräuschlose und reibungslose Funktionen“ der Küstenkoalition verantwortlich, lobte Gastredner und Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele die Diplom-Ökonomin. In ihrer Bilanz betonte Herdejürgen, dass es gelungen sei, in den vergangenen viereinhalb Jahren sozialpolitische Schwerpunkte zu setzen – ohne die Haushaltskonsolidierung aus den Augen zu verlieren. Sie nannte unter anderem bessere Ausstattung für Kindergärten und Schulen, denn „jedes Kind muss die bestmögliche Förderung erhalten“. Mittelfristig müsse es einen kostenfreien Weg von der Kita bis zur Hochschule geben. Zur Schulpolitik kündigte sie an, dass es keine Strukturveränderung mehr geben solle, jetzt sei Verlässlichkeit gefragt. Als weiteren Schwerpunkt neben der Bildung habe die Koalition das Thema „Gute Arbeit“ im Blickfeld. Hier seien Arbeitsplätze geschaffen sowie Initiativen – auch für die Westküste – und Innovationen auf den Weg gebracht worden. Positiv fiel auch ihre Bewertung bei der Bewältigung der Flüchtlingssituation aus. Dies habe Schleswig-Holstein besser gemeistert als andere Bundesländer. „Wir haben verbindliche Standards geschaffen“, die Integration schreite auch voran. „Mit dieser Bilanz können wir selbstbewusst und engagiert in den Wahlkampf gehen.“

Gastredner Frank Nägele verteidigte in seiner Rede noch einmal die Ablehnung für Steinburg zum HVV-Beitritt. Er müsse allen gerecht werden, da könne es nicht sein, dass derjenige etwas bekomme, der besonders laut trommele. Er bat gleichzeitig um einen „Vertrauensvorschuss“ für die Verhandlungen zum Nordtarif.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen