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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 01:17 Uhr

Klinikum baut : Spatenstich: „Leuchtturm der Psychiatrie“ entsteht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im ehemaligen Hackstruck baut das Klinikum Itzehoe das neue Zentrum für Psychosoziale Medizin. 18 Millionen Euro werden bis Frühjahr 2018 investiert.

Großer Tag für das Klinikum Itzehoe: Die Bauarbeiten für das erste Gebäude auf dem neuen Gelände, das vorher Hackstruck war, haben begonnen. Für das neue Zentrum für Psychosoziale Medizin sind rund 18 Millionen Euro veranschlagt, 12,1 Millionen gibt das Land. „Es ist das größte Projekt seit dem Bau des Klinikums vor 40 Jahren“, so Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Ab Frühjahr 2018 werde das Gebäude dem modernen Psychiatrie-Konzept im Klinikum auch eine moderne Hülle geben. „Es wird ein Leuchtturm der Psychiatrie.“

Tatsächlich werde ein völlig neues Konzept verfolgt, erklärte Chefarzt Arno Deister. Auf mehr als 6000 Quadratmetern gebe es viel Platz für Begegnung. „Es ist ein offenes Gebäude mit viel öffentlichem Raum.“ Das symbolisiere die Teilhabe an der Gesellschaft, die für die Patienten wichtig sei. Die Aufteilung des Gebäudes sei funktional und sehr flexibel, denn auch die Behandlung sei nicht starr, sondern orientiere sich individuell an den Bedürfnissen. Fünf bis sechs Behandlungsteams werden das gesamte Spektrum des Fachs abbilden: Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Klassische Stationen gibt es – mit Ausnahme eines Intensivtrakts mit zehn Betten - nicht, das Gebäude ist in die Bereiche Schlafen, Wohnen, Behandlung und Begegnung aufgeteilt. Nach Bedarf nutzen die Patienten sie unterschiedlich. So seien sie langfristig an ein Team gekoppelt, erklärte Deister. „Darüber schaffen wir Beziehungen von Menschen.“ Individualisiert, flexibel, integrativ, regionalisiert sind die Schlagworte für das moderne Psychiatrie-Konzept. „Das macht in dieser Konsequenz noch niemand. Wir sind die Ersten, die es in einem Neubau umsetzen.“

Die Psychosomatische Tagesklinik vom Langen Peter zieht mit ein. Die Tagesklinik in Glückstadt sowie die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Mecklenburger Weg 4 in Itzehoe bleiben am gewohnten Platz, ebenso die Ergotherapie. Auf den vier Stationen, die im Haupthaus frei werden, sollen zusätzliche Betten vor allem für die Kliniken für Urologie und Geriatrie sowie die Medizinische Klinik geschaffen werden. Deshalb sei die Erweiterungsfläche für das Klinikum so wichtig, betonte Ziegler: „Sonst wären wir am Ende unserer Möglichkeiten.“

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erstellt am 22.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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