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Norddeutsche Rundschau

25. August 2016 | 02:56 Uhr

Lesestoff : Spannende Jagd auf Drogenbande

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Manfred Eisner aus Brokdorf präsentiert seinen ersten Kriminalroman

„Ich bin gespannt; es ist ja eine ganz neue Situation für mich.“ Lächelnd blickt der Brokdorfer Autor Manfred Eisner (80) auf sein aktuelles Werk: sein erster Kriminalroman. Und anders als in seinen bisherigen Romanen, die autobiografische Züge beinhalteten, ist die Geschichte unter dem Titel „Im Bann der bitteren Blätter“ nun rein imaginär. Nach begeisterter Reaktion insbesondere von Freunden auf seine bisherigen Bücher ist Eisner jetzt neugierig auf die Resonanz zur Neuerscheinung.

Die lehnt allerdings doch ein wenig an frühere Romanfiguren an. Oberkommissarin Nili Masal, Protagonistin des Kriminalromans, ist Enkelin von Clarissa und Heiko, Hauptfiguren in Leise Musik aus der Ferne, Crescendo bis Fortissimo und Cantata Bolivia. Mit ihrer Oma und ihrer Mutter lebt sie im fiktiven schleswig-holsteinischen Oldenmoor. Mehrsprachig aufgewachsen, ist ihr dies auf der Karriereleiter hilfreich. Sie wird Hauptkommissarin beim Landeskriminalamt, nachdem sie erfolgreicher an der Aufklärung des Mordes an einem Drogensüchtigen beteiligt war, einen Sonderauftrag. Sie geht auf Spurensuche, die sie zu einer international agierenden Drogenbande führt. Nili Masal begleitet die junge Anwältin Kathja Harms aus Kiel bei deren Recherchen auf eine höchst abenteuerliche und riskante Reise, die in den Container-Umschlaghäfen von Antwerpen, Rotterdam und Hamburg beginnt. Über Gran Canaria geht es nach Bogota, Medellin und Cali in Kolumbien, Lima und Cuzco in Peru bis nach La Paz in den Coca-Anbauzonen von Yungas und dem Chapare in Bolivien. Dem Autor gelingt es, die Ereignisse rund um die „bitteren Blätter“ in einem Spannungsbogen zu halten, der den Leser geschickt auf das Finale hinführt – gewürzt mit einer Prise Humor.. „Ich habe reale Geschehnisse aus der Presse entnommen, über Kokainschmuggel zum Beispiel“, erzählt der Autor von seinen Recherchen, die er hauptsächlich übers Internet vornahm.

Wie schon im ersten Roman bedient sich Manfred Eisner dabei unter anderem auch des Stilmittels der Tagebucheintragungen. Sie vermitteln eine noch intensivere Identifikation des Lesern mit der Hauptfigur. Besonders freut sich Manfred Eisner darüber, dass das Titelblatt eine Lithographie eines sehr guten Familienfreundes ziert. Die Abbildung „Yungas“ des 1954 verstorbenen Münchner Malers und Graphikers Walter Sanden zeigt bolivianische Erntefrauen beim Einsammeln von Cocablättern. Und als besonderes i-Tüpfelchen stellt der Autor seinem Roman Kulinarisches ans Ende – Rezepte für Spezialitäten aus den genannten Ländern.

Die Idee zum Kriminalroman entstand eigentlich schon vor Jahren. Damals , so berichtet Manfred Eisner, hatte er zusammen mit einer Freundin ein solches Projekt begonnen – „aber wir sind nicht weitergekommen“. Nachdem er in den vergangenen Jahren seine Trilogie fertig gestellt hatte, wagte er sich erneut an einen Krimi. „Das Schreiben macht mir unheimlich viel Spaß“, betont er – und hat ein ehrgeiziges weiteres schriftstellerisches Werk geplant: Ähnlich wie der amerikanische Autor Harry Kemelman will er „Monatskrimis“ schreiben. Jahr für Jahr ein Roman, dessen Geschehen rund um die Heldin Nili Masal sich in einem bestimmten Monat abspielt. „Das ist ein Schreibprojekt für die nächsten zwölf Jahre; mal sehen ob ich das schaffe“, fügt der 80-Jährige lächelnd hinzu.  

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Im Bann der bitteren Blätter: Taschenbuch erschienen im Engelsdorfer Verlag, 18 Euro, ISBN: 978-3-96008-062-6

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erstellt am 05.Feb.2016 | 04:45 Uhr

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