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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 05:05 Uhr

Wettkampf : „Sie nannten mich Terminator‘“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Norma Fernandez de Heine ist mit ihren 61 Jahren die älteste Teilnehmerin beim Strongman Run in Wacken.

Sie ist 61 Jahre alt, ist über die 20 Kilometer Distanz beim Fisherman’s Friend Strongman Run in Wacken gegangen und zeigt keine Spur mehr von den Strapazen: „Zwei Tage brauchte ich lediglich, um mich zu regenerieren“, erzählt Norma Fernandez de Heine. Und schon heute steht für sie fest: „Ich werde natürlich wieder antreten.“

Ein Jahr lang hatte sich die Nortorferin, die begeisterte Läuferin ist, mit intensivem Ausdauertraining vorbereitet. Dabei geht es ihr vor allem um die Gesundheits-Botschaft. Sie möchte mehr ältere Menschen motivieren, sich sportlich zu betätigen und fit zu bleiben. „Es ist wichtig in unserem Alter, immer in Bewegung zu sein“, sagt Norma Fernandez de Heine. Und so hat sie seit einem Jahr ein beachtliches Pensum für sich gewählt. Sechsmal in der Woche zieht sie ihr Sportdress an und trainiert. Dreimal läuft sie gemeinsam mit Freundinnen, einmal absolviert sie eine Laufstrecke in einer Gruppe in St. Margarethen, einmal ist Crosstraining im Fitness-Center in Wilster angesagt, wo sie an einem weiteren Tag auch mit Spinning Muskulatur und Ausdauer stärkt. „Meine Trainer Thomas Röpnack und Meik Pawlak sind hervorragend“, schwärmt sie. Die Vorbereitung insgesamt war gelungen – und das bewies sich beim Strongman Run in Wacken. Mit 61 Jahren war Norma Fernandez de Heine dort die älteste Frau unter den Teilnehmern. Mit Startnummer 591 ging sie mit 3000 weiteren Läufern an den Start, darunter etwa 150 Frauen. Sie entschied sich für die 20-Kilometer-Strecke mit 38 schwierigen Hürden. In der zweiten Runde ging es schon bis an die körperliche Grenze, in eiskaltem Wasser und Schlamm. Der Matsch, aber vor allem die hohen Hindernisse machten ihr den Weg nicht gerade einfach.

„Mit mir liefen zwei junge Frauen aus den Niederlanden, Chantal und Sanja. Sie haben mich immer wieder motiviert, nannten mich ‚Norma the terminator’, es hat großen Spaß gebracht.“ Sie haben sich angefreundet und halten Kontakt via Facebook. Überhaupt sei die Stimmung auf dem Parcours gut, auch die Männer seien überaus fair gewesen. „Eine tolle Atmosphäre“, fügt Norma Fernandez de Heine hinzu. Insgesamt hat sie drei Stunden und neun Minuten bis ins Ziel gebraucht. Eine beachtliche Zeit, Norma Fernandez de Heine landete schließlich auf dem 117. Platz. „Wir haben viel Zeit durch das Warten an der Rutsche verloren“, erzählt sie. Doch das kann ihre Freude nicht schmälern, den Strongman Run geschafft zu haben. „Ich bin ganz glücklich, bin nicht kaputt. Das Ausdauertraining hat sich gelohnt“, zieht sie ihr Fazit.

„Ein wunderschönes Erlebnis“, erzählt die zierliche Frau, die jedes Jahr den Hamburg-Marathon schafft, beim Itzehoer Störlauf den Halbmarathon absolviert, den Wilstermarschlauf über zehn Kilometer mitmacht und beim Triathlon in Brunsbüttel im vergangenen Jahr den ersten Platz in ihrer Altersgruppe belegt hat. „Ich habe immer ein Ziel vor mir.“ Das Ziel „Strongman Run“ sei zugegebenermaßen eine „harte Nummer“ gewesen. Aber die Herausforderung angenommen und gemeistert zu haben, sei ein gutes Gefühl – und jedem zur Nachahmung empfohlen. 

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erstellt am 23.Apr.2016 | 16:03 Uhr

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