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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 11:04 Uhr

Senioren-Beirat diskutiert über Hörgeräte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Gutes Hören ist heute nicht mehr teuer.“ Mit dieser beruhigenden Nachricht nahm Hörakustikerin Eva-Maria Müller den Teilnehmern einer Informationsveranstaltung des Seniorenbeirats Wilster die Sorge, dass sie mit zunehmendem Alter bei einer Minderung des Hörvermögens tief in die eigene Tasche greifen müssten, um sich ein Paar Hörgeräte zu kaufen. „Die Kasse zahlt einen Zuschuss von 700 Euro pro Ohr“, erklärte die 35-Jährige ihren rund 20 Zuhörer im Sitzungssaal des Amtes Wilstermarsch. „Damit wird das Basisgerät voll bezahlt“, machte sie klar. Sowohl als Hinter- als auch Im-Ohr-Geräte können sie die Hörleistung wesentlich verbessern.

Die Referentin, Tochter des Brunsbütteler Hörgeräteakustikers Harald Schramm und Schwester des Inhabers des Ladengeschäfts in Wilster, ist seit 18 Jahren im Beruf tätig und seit 13 Jahren Meisterin. „Von Schwerhörigkeit sind in Deutschland 14 Millionen Menschen betroffen, aber nur 2,5 Millionen haben ein Hörgerät“, gab sie zu bedenken. Den Zuhörern, die vom Beiratsvorsitzenden Jochen Meiforth herzlich begrüßt worden waren, stellte sie die unterschiedlichen Geräte vor: vom Basisgerät über das Komfortgerät bis zum High-Tech-Gerät, dessen computergesteuertes Hörsystem mit höchstem Niveau Hören in HD-Qualität möglich mache.

„Das Basisgerät als solide Standardausstattung ist das meistverkaufte Hörgerät“, stellte Eva-Maria Müller fest. Sie unterschied die möglichen Ursachen einer Hörschwäche als akute oder chronische Erkrankung, als Hörminderung im Alter oder als Folge von Stresserkrankungen wie Hörsturz oder Tinnitus. „Schwerhörigkeit führt zu Leistungsminderung, sinkender Lebensqualität und zu Kommunikationsproblemen“, warnte die Fachfrau und stellte fest: „Moderne Hörgeräte sind heute sehr klein, dezent tragbar und sicher zu bedienen.“ Alle Geräte seien so einstellbar, dass Gesprochenes verstärkt und Hintergrundgeräusche effizient ausgeblendet werden können“, versicherte Eva-Maria Müller. In einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum wurden weitere Fachfragen erörtert.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 11:35 Uhr

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