zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 13:28 Uhr

Seemannsmission eröffnet eigenen Club

vom

Glückstadt | Die Deutsche Seemannsmission ist jetzt auch mit einem Club in Glückstadt vertreten. Auf dem Gelände von Glückstadt Ports konnte die Seemannsmission einen Raum beziehen. Pastor Jochen Driesnack nahm die Postanschrift Neuland 1 in seine Eröffnungsrede auf, denn Neuland betrete die Seemannsmission in Glückstadt.

Werner Leyffer und Uwe Schmidt, die den Club jetzt leiten, wollten ursprünglich ehrenamtlich in der Kanalstraße in Brunsbüttel, quasi beim Basis-Club, helfen. "Doch die Anfahrt ist zu weit und die tägliche Anzahl der Seeleute zu unbeständig", erklärt Seemannsdiakon Leon Meier. Werner Leyffer übernahm im September deshalb die Betreuung der Schiffe in den Häfen Glückstadt und Wewelsfleth und baute diese langsam aus. Waren es im vergangenen Jahr 49 Bordbesuche, können Leyffer und Schmidt bereits 36 Besuche seit Januar in Glückstadt vorweisen. Seit April wird der Seemannsclub betrieben, den schon 24 Seeleute besucht haben.

Als Vorsitzender des Deutschen Seemannsmission Brunsbüttel sprach Jochen Driesnack von einer Entlastung der Brunsbütteler Mitarbeiter. Die Station biete die Möglichkeit für Gespräche, Kontakte mit der Heimat und ein bisschen Abwechslung vom Bordleben.

Notfallseelsorgerin Gabi Schinkel von der Glückstädter Kirchengemeinde bot Leon Meier ihre aktive Mithilfe an, denn als Seemannstochter kenne sie die Problematik, sie habe selbst in den Stationen Brunsbüttel und Kiel auf ihren Vater gewartet.

Heike Spiegelberg, Seemannspastorin der Nordelbischen Kirche, schätzte die Anstrengung, aus dem Nichts heraus einen Seemannsclub zu errichten. "In diesem kleinen Raum ist alles, was auch ein großer Club bietet."

In Glückstadt werden für die Seemänner ein Internetzugang sowie Skype vorgehalten, in einer kleinen Bar und einem Mini-Shop können die Seeleute sich versorgen. Eine überschaubare Literaturauswahl in einem Regal komplettiert das Angebot. "Wir geben den Seemännern Hilfe fürs Einkaufen und können Informationen über die Stadt geben", erklärt Werner Leyffer. Die Seemannsmission sei froh, die Räume von Glückstadt Ports nutzen zu können und freue sich auch über die gute Zusammenarbeit.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jun.2013 | 03:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen