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Norddeutsche Rundschau

02. Oktober 2014 | 02:20 Uhr

Schwere Sturmflut: Feuerwehr probte mit Hochwasserschutz-Rollcontainern

vom

Glückstadt | Eine Sturmflut mit mehr als drei Meter höher als das mittlere Tidehochwasser ist den Glückstädterin in den vergangenen Jahren erspart geblieben. Gleichwohl kann der "Blanke Hans" unvermittelt anrollen. Für die Glückstädter Feuerwehr ein Grund mehr, alljährlich die Schließung einer Sturmflut-Stöpe in der Elbestadt zu üben.

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In diesem Jahr war die Stöpe zum Glückstädter Außenhafen in Höhe des Sperrwerkes an der Reihe. Nach kurzer Vorbereitung und einiger Mühe war das fünf Tonnen schwere Tor zwar schnell geschlossen, anschließend mussten dann aber noch zahlreiche Stöpenbalken als Zusatzschutz vor das ansonsten in die Stadt laufende Hochwasser eingesetzt werden.

Dies gestaltete sich für die Feuerwehrleute um Einsatzleiter Wilko Westphal schwieriger als gedacht, zumal im Ernstfall der Zwischenraum zwischen Balken und Stöpe noch mit Folie ausgelegt und mit rund 1000 Sandsäcken aufgefüllt werden muss. "Bereits gefüllte Sandsäcke liegen nicht parat, weil diese schon noch kurzer Zeit porös werden", sagte Westphal.

Der an der Übung als Beobachter teilnehmende Wehrführer der Glückstädter Feuerwehr, Ties Tießen, brachte das Problem deutlicher auf den Tisch. Bei einer drohenden sehr schweren Sturmflut habe die Feuerwehr aufgrund erfahrungsgemäß weiterer anfallender Einsätze nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung, um alle drei Stöpen (Hafengesellschaft Süd, Außenhafen und Fähranleger) zu schließen und über 3000 Sandsäcke aufwändig per Hand zu füllen.

In Zeiten, wo nicht mehr kurzfristig auf die Bundeswehr zurückgegriffen werden kann, wird man sich jetzt beim Landesbetrieb für Küstenschutz sowie Kreis und Stadt Gedanken machen müssen, wie künftige Stöpenschließungen optimiert werden können. Das Minimum wäre eine Sandsack-Füllmaschine. "Optimaler wäre allerdings die Anschaffung eines Hochwasserschutz-Rollcontainers, welcher dann mit dem bald bei der Glückstädter Feuerwehr zur Verfügung stehenden Wechselladerfahrzeug zum jeweiligen Einsatzort gebracht werden könnte", sagte Tießen.

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erstellt am 06.Nov.2012 | 03:59 Uhr

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