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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 21:26 Uhr

Schulsport : Schul-EM: Portugal scheitert an Zypern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gestern war die ganze Gemeinschaftsschule Wilster auf dem Sportplatz und spielte ihre eigene Fußball-Europameisterschaft

Portugal steht erst am kommenden Sonntag im Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Aber schon gestern sind die Portugiesen im Finale gescheitert – allerdings nur in dem jährlichen Fußballturnier der Gemeinschaftsschule Wilster, das gestern im Wilstermarsch-Stadion ausgetragen wurde. Europameister der „kleinen EM 2016“ wurde Zypern mit einem 2:0-Sieg über Portugal.

Sportlehrer Günter Lake hatte das Turnier seiner Schule in Gruppenspielen, der Hauptrunde mit Achtel-, Viertel- und Halbfinale und schließlich dem Finale genau nach dem Spielmodus der Profis organisiert. In zwei Gruppen traten insgesamt 24 Mannschaften gegeneinander an. Die Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie die vier besten Dritten qualifizierten sich für die Hauptrunde.

Geheimfavorit Zypern zeigte schon im Viertelfinale seine fußballerische Klasse und fertigte Deutschland innerhalb von zehn Minuten mit 4:0 Toren ab. In den weiteren Viertelfinals setzten sich Schottland, unter dessen Flagge sich eine Lehrermannschaft aktiv in das Turnier einschaltete, mit 2:1 Toren gegen Wales, Frankreich mit 2:1 gegen Kroatien und Portugal mit 1:0 gegen Nordirland durch. Erst durch Elfmeterschießen gewann Portugal das Halbfinale gegen Frankreich mit 2:1, während Zypern das zweite Halbfinale gegen Schottland ebenfalls mit 2:1 für sich entschied. „So weit sind wir noch nie in unserem Fußballturnier gekommen“, freute sich Sportlehrer Günter Lake über den dritten Platz der Pädagogen. Das Finale wurde dann mit einem klaren 2:0-Sieg zugunsten der zypriotischen Mannschaft entschieden, so dass sich Portugal mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben musste.

Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz überreichte die Wanderpokale an die Europameister und Vizemeister sowie Urkunden, die die Schülerin Agnessa Kostenko (14) entworfen und gezeichnet hatte. Mit ihr gehörten auch Mira Damke (15), Romy Tegen (15) und Jana Seliger (15) zur Turnierleitung.

Günter Lake würdigte nach dem Endspiel die Leistungen der Schiedsrichter Tom Luka Dolling. Finn Niklas Widderich, Tim Schmidt und Phillip Stoldt, dankte den Schülern Flemming Stange, Arkadi Geist und Leon Schüßler für die Betreuung der Musikanlage, den Schülern Luis Wittkamp, Eric Möller und Levin Wittgrefe, die kleine Einsätze im Schulsanitätsdienst zu leisten hatten, sowie Henning Brandt und Leon Bodenstedt für ihre Leistungen in der Dokumentation des mehrstündigen Turniers. Am Rande des Geschehens wurde mit Getränken und dem Verkauf von Süßigkeiten, Kuchen und Muffins für das Wohl der Fußballer gesorgt. Auch beim Ballwerfen oder Schachspiel konnte man sich die Zeit in den Spielpausen vertreiben.

Auch Flüchtlingskinder hatten sich an dem Turnier in einer Mannschaft der DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) beteiligt. In jeder Mannschaft mussten mindestens zwei Mädchen mitspielen. Das Gesamtalter der eingesetzten Spieler pro Mannschaft durfte 80 Jahre nicht überschreiten, wobei Mädchen nur als „halbe Portionen“ gerechnet wurden. Mit diesem Spielmodus war sichergestellt, dass in jüngeren Jahrgängen mehr Spieler in einer Mannschaft antraten als in den älteren Jahrgängen. „Für uns Lehrer galt diese Regelung nicht“, stellte Günter Lake fest. Sie spielten mit vier Lehrern und zwei Lehrerinnen für Schottland.

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