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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 15:22 Uhr

Schuhparade im städtischen Museum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jugendliche helfen bei der neuen Ausstellung „Ich bin 14“ / Gesucht wird noch jede Menge Fußbekleidung

Selten gesehene Gäste konnte Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) im Museum begrüßen: Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments (Kijupa) waren nicht nur auf Stippvisite in der städtischen Einrichtung. Alina (14), Alida (14), Alicia (18) und Jens (19) werden in den kommenden Wochen dort sicher häufiger ein- und ausgehen. Grund dafür ist ihre aktive Beteiligung an der kommenden Herbstausstellung mit dem Titel „Kindheit – Was bleibt?“.

Unter dem Motto „Ich bin 14“ werden die Jugendlichen ein heutiges Kinderzimmer einrichten. „Bislang planen wir noch“, erklärt Jens. Fest steht für das Quartett aber bereits, dass es typische Buden-Merkmale beider Geschlechter zeigen wird. Für die Schau bittet Museumsleiter Hans-Georg Bluhm außerdem um Unterstützung aus der Bevölkerung. Als weitere außergewöhnliche Installation will er auf der Fläche im Erdgeschoss 130 Paar Kinder-Schuhe aufbauen, dafür benötigt er von klitzekleinen Babyschuhen bis hin zu Sneakers und Ballerinas des Teeniealters jede Menge Material.

Vor Augen geführt werden soll den Besuchern damit die Anzahl der Schuhpaare, die Kinder laut Auskunft des Deutschen Schuhinstituts in Offenbach zwischen dem ersten und 14. Lebensjahr verbrauchen. Beispielhaft stehe die Schuhparade auch für die Kosten, die der Nachwuchs verursacht. „Dass Kinder Geld kosten, erfahren Eltern vor allem beim Kauf von Kinderschuhen“, sagt Bluhm. In der Laufzeit der Schau vom 29. September bis zum 10. Dezember können außerdem Exponate zu den Themenfeldern Spielen, Disziplin sowie Medien angeschaut werden. Eines der ältesten Objekte ist eine Lumpenpuppe mit Pappmaché-Kopf. Hergestellt wurde sie in der Zeit um 1830 in Thüringen. „Vermutlich in Heimarbeit für einen der großen Spielzeugmärkte in Nürnberg “, sagt Bluhm. Aus den 50er Jahren stammt das schnittige Blechauto mit Uhrwerkantrieb. Zahlreiche Exponate stammen aus dem Magazin des Museums, wo die ehrenamtliche Mitarbeitern Helga Beth sich besonders um altes Spielzeug kümmert.

Beim Thema Medien verläuft der Spaziergang durch die Zeit vom betagten Bilderbuch bis zum Game-Boy der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Reichlich Anschauungsmaterial liefert außerdem das Fotoarchiv des Museums. Neben den Beispielen aus der Welt des Spielzeugs zeigen auch die Aufnahmen von Detlev Valendick die frühe Zuweisung von Geschlechterrollen. Gebrauchte Kinderschuhe können bis Donnerstag, 1. September, zu den Öffnungszeiten des Museums (donnerstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr) angeliefert werden.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 12:38 Uhr

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