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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 07:12 Uhr

Schön trifft auf alte Weggefährten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hohenwestedter Keeper wechselte vor zwei Jahren vom FC Reher/Puls zum MTSV / Morgen geht’s im Derby um prestigeträchtigen Erfolg

54 Gegentore in der Saison 2014/15, 55 Gegentreffer in der Serie 2015/16 – Marco Schön, Torhüter des Fußball-Verbandsligisten MTSV Hohenwestedt, grübelt über die für ihn einfach zu hohe Zahl der Bälle, die er in bislang zwei Spielzeiten als Stammtorhüter aus dem eigenen Netz holen musste. In seiner dritten Serie für die Hohenwestedter soll das anders werden. „Ich habe mir das Ziel gesetzt, diesmal unter der 50-Tore-Marke zu bleiben, besser noch unter 45“, bringt der 24-Jährige Schenefelder seine Vorstellungen auf den Punkt.

Am Sonntag um 15 Uhr im Derby gegen alte Weggefährten des FC Reher/Puls geht es für ihn nicht nur um eine persönliche Bilanz, sondern auch um einen prestige-trächtigen Erfolg („Die Chancen für uns sehe ich bei 51:49 Prozent.“) gegen eine Mannschaft, bei der er drei Jahre lang hinter Christoph Rohweder eine Reservistenrolle einnehmen musste und Spielpraxis meistens nur in der Zweiten sammeln durfte.

„Der Schritt vor zwei Jahren zum MTSV zu wechseln, wo ich jetzt in der dritten Saison spiele, war richtig. In Hohenwestedt konnte ich mich weiter entwickeln. Es ist natürlich ein ganz anderer Schnack, ob man in der Verbandsliga im Tor steht oder wie in Reher in der Kreisklasse A. Es macht mir einfach Spaß, mich den höheren Anforderungen zu stellen“, zieht Marco Schön ein Fazit.
Der Keeper spielt seit seinem fünften Lebensjahr Fußball. Zunächst in der G-Jugend bei der SG Reher/Puls/ Schenefeld, dann als C-Jugendlicher zwei Jahre beim Itzehoer SV und ab der B-Jugend 2009 im Tor des starken Nachwuchsteams des TSV Lägerdorf (unter anderem mit Yanneck Kuhr, Bastian Peters, und Wladimir Jauk). Seine beiden A-Juniorenjahre verbrachte er in der Spielgemeinschaft FC Reher/Puls/MTSV Hohenwestedt .

Das Aufeinandertreffen am morgigen Sonntag gegen Reher/Puls mit Teamkameraden, mit denen er auch schon in der Jugend zusammen gespielt hat, ist für Schön natürlich etwas ganz besonderes. Die FC-Akteure Gerryt Rathke, Julien Büch und Steffen Offt zählen zu Marco Schöns Kumpel-Kreis, mit denen er auch privat viele Freizeitaktivitäten pflegt. Ehemalige Spielerkameraden sind außerdem Thies Göttsche und Andreas Tank. Schön: „Ich habe immer noch gute Kontakte nach Reher.“ Auch verbindet ihn verwandtschaftliche „Bande“ zum FC. So ist Thies Göttsche sein Schwipp-Cousin. Die beiden Väter sind Cousins.

Während Marco Schön dem FC nach dem Abstieg eine eher schwierige Saison prophezeit („Es wird schwer für Reher/Puls sich nach einer solchen Saison zu motivieren.“), glaubt er fest daran, dass der MTSV vorne in der Tabelle ein gewichtiges Wörtchen mitspricht. „Wir wollen die Qualifikation für die neue Landesliga erreichen. Positiv ist, dass wir nicht so viele verletzte Spieler haben, wie in der vergangenen Saison. Daher sehe ich unsere Chancen eigentlich gut, dass wir unser Ziel schaffen. Ich sehe uns am Ende der Saison auf jeden Fall unter den ersten sieben. Wenn es optimal läuft, kann ich mir auch vorstellen, dass wir unter die ersten drei Teams kommen.“

Der überraschende Ausstieg von Carsten Lähn kam für alle Spieler des MTSV, wie Marco Schön herausstellt, unerwartet. Dennoch haben sich das Team und der jetzige Chef-Trainer Sebastian Barth schnell mit der neuen Situation arrangiert. Schön: „Wir kommen alle mit „Basti“ Barth gut klar. Ich persönlich mag junge Trainer allgemein. Da wird dann schon mal etwas ausprobiert, was ein erfahrener Trainer, der seine festgefahrenen Strukturen hat, nicht so macht.“ Hohenwestedts Keeper sieht auch die jetzt flachere Hierarchie in der Mannschaft positiv. An der Linie wird der MTSV – wenn Sebastian Barth auf dem Platz steht – von Thomas Ohrt gecoacht, der als Co-Trainer reaktiviert wurde.

„Ich denke, am Sonntag wird das auf jeden Fall ein enges Spiel. Ich hoffe natürlich auf das bessere Ende für uns und tippe ein 2:1“, sagt der Keeper, der von Beruf Steuerfachangestellter des Landwirtschaftlichen Buchführungsverbandes in Itzehoe ist und mit seiner Partnerin in Schenefeld wohnt.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 10:45 Uhr

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