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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 15:11 Uhr

Breitband : Schnelles Internet für Hohenlockstedt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach den Sommerferien soll der Startschuss fallen / Auch Lohbarkbek-Nord wird mit angeschlossen

Der Breitband Zweckverband Steinburg startet in den nächsten Wochen sein bisher größtes Projekt. Die Gemeinde Hohenlockstedt soll an die schnelle Datenautobahn angeschlossen werden. Gleichzeitig erhalten die Bürger des angrenzenden Lohbarbeker Ortsteils Nord Zugang zum Breitband. „Für Hohenlockstedt bricht ein neues Zeitalter im IT-Bereich an“, kommentiert Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD) die Nachricht.

Hohenlockstedt ist etwas früher an der Reihe als vorgesehen, weil es in anderen Gebieten reibungslos gelaufen sei, sagt Martin Stadie, Leiter des Produkt- und Kampagnemanagement bei den Stadtwerken Neumünster (SWN). Eigentlich war der Start erst für 2017 vorgesehen. SWN baut das kreisweite Breitbandnetz im Auftrag des Zweckverbandes und wird es später als Pächter betreiben.

Hohenlockstedt und Lohbarbek-Nord sind das 15. Aktionsgebiet im Kreis Steinburg, das jetzt mit Breitband versorgt wird. Von den 3000 Haushalten müssen sich 900 für einen Anschluss entscheiden, dann wird gebaut. Dabei soll fast der Gesamte Ort erschlossen werden. „97 Prozent gehören zum Kernbereich, darunter auch die Dorfschaften und das Gewerbegebiet Hungriger Wolf“, betont der Bürgermeister. „Die Glasfasertechnologie ist ein echter Quantensprung im Hinblick auf die Geschwindigkeit im Internet und ein sehr wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaftsregion.“ Nicht enthalten sind lediglich abgelegene Grundstücke oder zum Beispiel Bücken. Aber wenn dort mindestes 16 Verträge unterschrieben werden, kommt auch dorthin das schnelle Internet der Stadtwerke. Haushalte im Außenbereich dürfen sich trotzdem Hoffnungen machen. Der Zweckverband will sich in Berlin wieder für Fördergelder bewerben, um Anschlüsse in abgelegenen Gebieten finanzielle fördern zu können. „Deshalb ist es wichtig, dass auch dort Verträge unterschrieben werden, um sich die Option offen zu halten“, appelliert der Zweckverbandsvorsitzende Ernst-Wilhelm Mohrdiek. Er ist optimistisch, dass in der bisher größten Gemeinde, die die Stadtwerke anschließen, genug Verträge zusammenkommen. Dies sei auch in den dichter besiedelten Gemeinden wie Horst und aktuell Hohenaspe und Schenefeld gelungen. Die Glasfaserversorgung bis ins Haus mit ihren stabilen Übertragungsraten sei eine Investition in die Zukunft. Nur durch dieses 70-Millionen-Projekt sei es möglich, dass alle Steinburger Breitband erhielten. Und ein weiterer Vorteil aus Sicht von Mohrdiek: Es sei ein Bürgernetz und gehe in den Besitz des Zweckverbandes und damit der Mitgliedsgemeinden über.

Für Lohbarbeks Bürgermeister Martin Hildebrandt hat sich die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Neumünster bereits bewährt. Denn der alte Lohbarbeker Ortskern ist schon an das Datennetz angeschlossen. „Das hat wunderbar geklappt.“ Nach der hervorragenden Zusammenarbeit und der guten Resonanz bei den Bürgern während des ersten Vermarktungsabschnittes freue sich die Gemeinde auf die Fortsetzung.

In beiden Gemeinden erhalten die Haushalte bereits ab Mitte August eine erste Postkarte, mit der dann auch das gesamte Informationspaket inklusive der Vertragsunterlagen
angefordert werden kann. Mit dem Start des neuen Schuljahres beginnt dann die eigentliche Vermarktung. „Den 2. September und den 3. September kann man sich schon einmal im
Kalender notieren“, sagt Martin Stadie. „Am 2. September ist unsere erste Infoveranstaltung (Aula und Kartoffelhalle), und am 3. September veranstalten wir ein Familienfest am See.“ Genauere Informationen gibt es einige Wochen vorher.

Wenn dann ab Anfang September die Vermarktung mit den Beratungszeiten startet, haben die Bürger bis Mitte Oktober Zeit, sich für das schnelle Internet zu entscheiden. „Auf jeden Fall bieten wir wieder unsere gesamte Produktpalette an: 50, 100 oder sogar 250 Mbit/Sekunde – bei Interesse auch mit einem umfangreichen Fernsehpaket,“ so Stadie. Er geht davon aus, dass es in neun bis zwölf Monaten die ersten fertig gestellten Anschlüsse geben wird. Vorteil sei, dass Hohenlockstedt eine Insellage habe, ringsherum seien die Gemeinden angeschlossen und Leitungen bereits verlegt.


>Weitere Infos auch unter

www.swn-glasfaser.de


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erstellt am 20.Jul.2016 | 17:10 Uhr

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