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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 19:21 Uhr

Schleusenkammer: Kleiboden kommt mit Schuten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für das Spülfeld im Ecklaker Dyrßenmoor informierten Robert Pieper und Richard Meier vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel auf einer Gemeinderatssitzung im Ecklaker Krug. „Das Baufeld ist hergestellt, Dränagen sind eingebaut und die Baustraßen fertig“, sagte Pieper als Projektverantwortlicher. In dem 62 Hektar großen Spülfeld sollen 1,7 Millionen Kubikmeter Kleiboden abgelagert werden, der mit Schuten aus der Baustelle der fünften Schleusenkammer von Brunsbüttel nach Ecklak gebracht werden muss. Die Baustraßen, so erläuterte Pieper, wurden in vier Lagen dreieinhalb Meter hoch aufgeschüttet. Inzwischen sei mit der Einlagerung trockenen Bodens begonnen worden, während nasser Boden erst nach Austrocknung in rotierenden Mieten zwischengelagert werde. Rundum werden Entwässerungsgräben angelegt, aus denen das Hauptpumpwerk mit drei Pumpen pro Stunde 600 Kubikmeter in den Nord-Ostsee-Kanal entwässern kann. In der Nordostecke des Spülfeldes soll ein kleineres Pumpwerk mit nur zwei Pumpen „für den Normalbetrieb“ gebaut werden.

Auf der Baustelle für die fünfte Schleusenkammer in Brunsbüttel ist inzwischen ein Förderband aufgestellt worden, mit dem der Boden auf Schuten in der kleinen Schleuse verladen werden soll, um zum Dyrßenmoor gebracht zu werden.

Ein Anwohner des Moorgebietes zeigte sich verärgert darüber, dass ihm noch keine Unterlagen für eine Beweissicherung zugestellt worden waren. „Ich fühle mich vom WSA verarscht“, schimpfte er. Robert Pieper zeigte Verständnis für seinen Unmut. „Das ist bei uns nicht gut gelaufen“, entschuldigte er sich und nannte personelle Veränderungen als Ursache. Mittlerweile seien die Unterlagen aber fertig und würden zugestellt. Bürgermeister Heino Evers erinnerte an den „Tag der offenen Tür“ auf dem Spülfeld und fragte an, ob dieser bei der Bevölkerung sehr gut angekommene Tag nicht wiederholt werden könne. Das wolle er in seiner Behörde prüfen lassen, versprach Robert Pieper abschließend.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 17:43 Uhr

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