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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Schicke Marina statt schäbiger Docke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auf dem jetzigen Freizeitareal am Außenhafen soll ein Yachthafen mit Wohnbebauung entstehen

Es wäre ein echter Hingucker. Die Docke könnte schon bald zu einer Marina werden. Bürgermeisterin Manja Biel prüft derzeit die Erfolgsaussichten für die Umwandlung zu einem Yachthafen mit Wohnbebauung. Im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins „Aktiv für Glückstadt“ stellte sich die Verwaltungschefin den Fragen des Vorsitzenden Henning Plotz.

Plotz bezeichnete die Docke – dies ist heute eine städtische Freizeitfläche und war früher ein Kriegshafen – provokativ als „Brennpunkt“. Aus seiner Sicht könnte auf diesem Areal am Außenhafen aber mit der Marina „ein Leuchtturmprojekt“ für den Fremdenverkehr entstehen. Manja Biel zur Fläche: „Sie macht einen durchgegrünten Eindruck.“ Damit meinte sie die geringe Nutzung des Geländes, welches vor zwei Jahren mit 1,8 Millionen Euro Kosten und erheblichen Fördermitteln entstand. Doch bevor dort eine Marina gebaut werden könnte, müssten „ganz viele Hürden genommen werden“, sagte sie in Bezug auch auf Behörden. In welchem Stadium sich das Projekt befindet, verriet sie nicht.

Einem möglichen Sandstrand an der Elbe erteilte sie zwar keine Absage, Biel stellte aber klar: „Es wird kein Badestrand. Denn damit würden wir unserem Fortuna-Bad die Existenz abgraben.“ Wie im Falle einer Marina sei auch in diesem Punkt die Genehmigungsbehörde zuständig.

Bei der Frage der Verlagerung der Sportanlage am Molenkiekergang und einer Zusammenlegung aller Sportplätze betonte die Bürgermeisterin: „Das macht nur Sinn mit einem Großverein.“ Die Entscheidung liege bei den Vereinen.

Zur Frage des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks erklärte die Verwaltungschefin: „Das Gelände ist Privateigentum. Die Stadt ringt mit der Eigentümerin um den weiteren Abriss.“ Es würden regelmäßige Gespräche geführt, gebe aber Hürden im Planverfahren. Und bei diesen unterstütze die Stadt die Eigentümerin.

Thema war auch die Containersiedlung im Gewerbegebiet, die die Stadt für die Unterbringung von Asylbewerbern für zehn Jahre angemietet hat. Plotz sprach von keinem „netten Geschenk“, welches sie übernommen habe. Biel: „Ich weiß nicht, wie ich entschieden hätte. Im Nachhinein sind wir alle schlauer.“ Zurzeit werden dort nur Einzelpersonen untergebracht, aber keine Familien. „Dies ist ein gutes Konzept, sodass uns die Anlage nicht auffrisst“, sagte sie zu den Kosten.

Mit Blick auf die geplante Ortsumgehung für Glückstadt befand Plotz, dass die Stadt aber Gewerbeflächen brauche. Das gehe nur in Kooperation mit den Umlandgemeinden. Da diese aber die Ortsumgehung ablehnten, passe dies nicht zusammen. Biel äußerte sich dazu diplomatisch: „Wir müssen im Gespräch bleiben.“

Ein Thema, das der Verwaltungschefin in Gesprächen mit Bürgern immer wieder begegnet: die Sauberkeit der Stadt. Sie versprach, dass auch die Verwaltung ihren Beitrag leisten wird. Zudem müsse die Anzahl der Papierkörbe erhöht werden. Den Verein „Aktiv für Glückstadt“ rief sie dazu auf, Pate zu werden für Stationen, an denen Tüten für die Hinterlassenschaften von Hunden ausgegeben werden. Die Stadt selbst stellt kostenlose Tüten bereit, die im Rathaus abgeholt werden können.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 15:43 Uhr

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