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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 01:33 Uhr

Glückstadt : Schicke Marina statt schäbiger Docke

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Auf dem jetzigen Freizeitareal am Außenhafen soll ein Yachthafen mit Wohnbebauung entstehen. Die Bürgermeisterin prüft aktuell die Umsetzung.

Es wäre ein echter Hingucker. Die Docke könnte schon bald zu einer Marina werden. Bürgermeisterin Manja Biel prüft derzeit die Erfolgsaussichten für die Umwandlung zu einem Yachthafen mit Wohnbebauung. Im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins „Aktiv für Glückstadt“ stellte sich die Verwaltungschefin den Fragen des Vorsitzenden Henning Plotz.

Plotz bezeichnete die Docke, die heute eine städtischen Freizeitfläche ist und früher ein Kriegshafen war, provokativ als „Brennpunkt“. Aus seiner Sicht könnte auf diesem Areal am Außenhafen aber mit der Marina „ein Leuchtturmprojekt für den Fremdenverkehr“ entstehen. Manja Biel sagte zur Fläche: „Sie macht einen durchgegrünten Eindruck.“ Damit meinte sie die geringe Nutzung des Geländes, welches vor zwei Jahren mit 1,8 Millionen Euro Kosten und erheblichen Fördermitteln entstand. Doch bevor dort eine Marina gebaut werden könnte, müssten „ganz viele Hürden genommen werden“, sagte sie in Bezug auch auf Behörden. In welchem Stadium sich das Projekt befindet, verriet sie nicht.

Einem möglichen Sandstrand an der Elbe erteilte Biel zwar keine Absage, sie stellte aber klar: „Es wird kein Badestrand. Denn damit würden wir unserem Fortuna-Bad die Existenz abgraben.“ Wie im Falle einer Marina sei auch in diesem Punkt die Genehmigungsbehörde zuständig sei.

Bei der Frage der Verlagerung der Sportanlage am Molenkiekergang und eine Zusammenlegung aller Sportplätze betonte die Bürgermeisterin: „Das macht nur Sinn mit einem Großverein.“ Die Entscheidung liege bei den Vereinen.

Zur Frage des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks, erklärte die Verwaltungschefin: „Das Gelände ist Privateigentum. Die Stadt ringt mit der Eigentümerin um den weiteren Abriss.“ Es werden regelmäßige Gespräche geführt. Es gebe aber Hürden im Planverfahren. Und bei diesen würde die Stadt die Eigentümerin unterstützen.

Thema war auch die Containersiedlung im Gewerbegebiet, die die Stadt für die Unterbringung von Asylbewerbern für zehn Jahre angemietet hat. Plotz sprach von keinem „netten Geschenk“, welches sie übernommen habe. Biel: „Ich weiß nicht, wie ich entschieden hätte. Im nachhinein sind wir alle schlauer.“ Zurzeit werden dort nur Einzelpersonen untergebracht, aber keine Familien. „Dies ist ein gutes Konzept, sodass uns die Anlage nicht auffrisst“, sagte sie zu den Kosten.

Mit Blick auf die geplante Ortsumgehung für Glückstadt befand Plotz, dass die Stadt aber Gewerbeflächen brauchen würde. Das gehe nur in Kooperation mit den Umlandgemeinden. Da diese aber die Ortsumgehung ablehnen würden, passe dies nicht zusammen. Biel äußerte sich dazu diplomatisch: „Wir müssen im Gespräch bleiben.“

Ein Thema, das der Verwaltungschefin in Gesprächen mit Bürgern immer wieder begegnet: die Sauberkeit der Stadt. Sie versprach, dass auch die Verwaltung ihren Beitrag leisten wird. Zudem müsse die Anzahl der Papierkörbe erhöht werden. Den Verein „Aktiv für Glückstadt“ rief sie dazu auf, Pate zu werden für Stationen, an denen Tüten für die Hinterlassenschaften von Hunden ausgegeben werden. Die Stadt selbst stellt kostenlose Tüten bereit, die im Rathaus abgeholt werden können.

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erstellt am 06.Sep.2016 | 17:00 Uhr

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