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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 12:51 Uhr

Stadtwerke : „Schade, dass Du gehst“

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Zahlreiche berufliche Weggefährten aus der Energiebranche beim Abschied von Glückstadts Stadtwerkeleiter Karl-Heinz Jacobs

Stadtwerkeleiter aus drei Bundesländer, Vertreter der Energiewirtschaft, Politiker und andere Gäste: Sie alle waren gekommen, um Karl-Heinz Jacobs in den Ruhestand zu verabschieden. Sie waren voll des Lobes über seine Arbeit als Chef der Glückstädter Stadtwerke. Und deutlich wurde: Die Kollegen aus dem ganzen Land werden ihn vermissen. Denn über Jahre haben sie zusammengearbeitet.

„Das Leben anderer Menschen besser zu machen, das hast Du erreicht“, sagte Panagiotis Memetzidis, Geschäftsführer der Stadtwerke Quickborn. „Du bis eine Bereicherung in Schleswig-Holstein“, sagte Memetzidis auch im Namen der Kollegen. „Deine ruhige und überlegte Art hat uns immer geholfen. Für mich bist Du ein Bruder in Deutschland geworden“, sagte der gebürtige Grieche und umarmte Jacobs herzlich.

„Die Lobhudelei geht weiter“, scherzte Hubert Tschuschke, Sprecher der Geschäftsführung EEG (Energie Einkauf und Service). „Schade, dass Du gehst.“ Jacobs habe im Aufsichtsrat der EEG eine besondere, ausgleichende Art gezeigt. „So etwas tut einem Gremium gut.“ Der Nachfolger trete in große Fußstapfen. „Ich bin stolz darauf, Dich zu kennen.“

Für den Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft sprach der langjährige Weggefährte Dieter Perdelwitz. Mit ihm saß Jacobs im Ausschuss für Wasser. Der Geschäftsführer des Verbandes ging auf Jacobs Leidenschaft – das Wasser – ein. „Ein Thema, das Dich immer bewegt hat.“ Der Glückstädter sei für die Energiewirtschaft extrem wichtig gewesen. „Du hast den Informationsaustausch immer sehr geschätzt“, sagte Perdelwitz. Mussten Themen im Ministerium „platziert“ werden, hätte er immer auf ihn zählen können. Perdelwitz, der selbst in zwei Wochen in den Ruhestand geht, erinnerte an jahrzehntelange Zusammenarbeit: „Es waren bewegte Zeiten.“ Aber das Feld mit den Nachfolgern sei „gut bestellt“.

Gerd Nedderhut, seit 1986 im zuständigen Ausschuss für die Glückstädter Stadtwerke, fand ebenfalls viele persönliche Worte. „Ich weiß, es fällt Dir schwer zu gehen.“ Er ließ die Karriere von Jacobs Revue passieren: von der Lehre als Starkstromelektriker über das Studium bis hin zur Einstellung als Stadtwerkeleiter. „Wir haben Glück gehabt mit Dir.“ Als er sagte, Jacobs habe fünf Bürgermeister „überstanden“, lachten alle. Denn, so erinnerte Nedderhut, die Jahre mit den Bürgermeistern waren „durchaus konfliktreich“. Stolz sei er als Aufsichtsratsvorsitzender, dass die Kooperation mit den Stadtwerken Itzehoe und Wilster ein Erfolgsmodell geworden ist.

Bürgermeisterin Manja Biel dankte von Seiten der Stadt. Sie habe erfahren, dass Karl-Heinz Jacobs als Mensch sehr geschätzt werde. Dass er eine hohe Kooperationsbereitschaft habe. Sie wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.

Karl-Heinz Jacobs selbst ging auf seine jahrzehntelange Tätigkeit als Chef der Stadtwerke ein. Die politischen Mehrheiten seien für ihn immer eine „Herausforderung“ gewesen. In früheren Jahren habe die Parteipolitik eine große Rolle gespielt. „Jetzt wird zum Wohle des Unternehmens gehandelt.“ Er selbst habe immer strategisch denken können, aber nicht taktisch, sagte er zur Politik. „Ich bin gerade heraus, ich habe immer mit offenem Visier gekämpft.“ Was er jetzt vermissen wird, ist der Austausch nach Sitzungen, sagte er in Hinblick auch auf die anwesenden Kollegen. „Die besten Tipps gab es beim Rotwein.“

Besonders stolz sei er auf die Kooperation mit den Stadtwerken Itzehoe und Wilster. „Das war damals nicht einfach“, sagte er zur Umsetzung. Zudem lobte er seine „gute Mannschaft“. Mitarbeiter müssen groß gemacht werden und nicht klein, sagte er über Führungskräfte. Das es sich lohne in Mitarbeiter zu investieren, zeige sich an seinem Nachfolger Torsten Fischer. Dieser hatte bereits 2002 bis 2006 bei ihm gearbeitet. „Er wird es gut machen.“

Dass ihm der Abschied als Stadtwerkeleiter schwer fällt, fasste Karl-Heinz Jacobs in den Worten zusammen: „Ich gehe nicht gerne in die Arbeitslosigkeit.“

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erstellt am 13.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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