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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 15:22 Uhr

WOA: Polizei zieht Bilanz : „Ruhiges Fest mit Volksfestcharakter“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drogendelikte, Diebstähle und ein paar Körperverletzungen – unterm Strich spricht die Polizei aber von einem ruhigen Festival.

Nachdem gestern der Abreiseverkehr rollte, war es am Sonnabendnachmittag nochmal richtig voll. Neben den Festivalbesuchern waren auch viele Tagestouristen auf der Wackener Hauptstraße unterwegs. Die Polizei sperrte die Straße kurzerhand für den Verkehr, um sie für Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Das sei denn auch die größte Veränderung, die im Lauf der Jahre stattgefunden habe, meint Siegfried Schoop, der seit sechs Jahren Polizeisprecher auf dem Festival ist. „Diese Parallelveranstaltung hier hat sich verändert.“ Es seien inzwischen rund 20  000 Besucher, die gar nicht zum Festival selbst gehen, sondern nur die „Metal-Meile“ im Ort besuchen. „Die wollen das nur mal angucken. Da kommen Rentnervereine und Reisebusse“, sagt der Polizeihauptkommissar. „Als Motorradfahrer muss man einmal im Leben am Nordkap gewesen sein – und als Mensch wenigstens einmal in Wacken.“ Auch Innenminister Stefan Studt besuchte stattete dem Festival Sonnabend einen Besuch ab, um sich einen Überblick zu verschaffen und Eindrücke zu sammeln.

Für eine abschließende Bilanz sei es noch zu früh, teilte die Polizei gestern mit, aber im Zwischenergebnis bezeichnete der Einsatzleiter das WOA als „ruhiges Fest mit Volksfestcharakter“. Bis gestern Nachmittag wurden rund 176 Diebstähle, davon 61 aus Zelten, 38 Taschendiebstähle und 57 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gezählt. Seit 2008 sei es auch erstmals wieder zu zwei Widerständen gegen die Polizei gekommen. Durch das gute Präventionskonzept der eingesetzten Kräfte konnte bereits bei der Anreise eine rumänische Tätergruppe festgestellt werden, die gestoppt wurde und ein Festivalverbot erhielten. „Mit Sicherheit konnten dadurch viele weitere Taten verhindert werden“, so der Einsatzleiter.

Immer wieder hatte die Polizei kleinere Mengen Drogen gefunden. „Offenbar wird die - inzwischen oft hoch THC haltige - Droge Marihuana wieder vermehrt konsumiert“, stellten die Beamten fest. Ein besonderer Vorfall ereignete sich an einem Stand im Wackinger Village. Dort hatte ein Festivalbesucher seltsame Kekse erworben. Der 53-jährige Betreiber und sein 25-jähriger Sohn hatten offenbar Haschkekse verkauft. Bei einer Durchsuchung wurden 80 Kekse sichergestellt. Der Stand wurde geschlossen. „Bezogen auf die Menge Besucher und die Menge Alkohol sind die Vorfälle gut hinnehmbar“, hieß es gestern von Seiten der Einsatzkräfte.

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erstellt am 07.Aug.2016 | 17:44 Uhr

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