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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 11:09 Uhr

Rettungsboot für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schon vor einem Jahr hatte die Gemeindevertretung Brokdorf die Anschaffung eines neuen Rettungsbootes für die örtliche Feuerwehr entschieden. Dazu hatte jetzt die Köser Marine GmbH aus Kiel ein Angebot vorgelegt. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, bei ihr den Kauf eines Rettungsbootes vom Typ RTB 2 zum Angebotspreis von gut 61  000 Euro zu ordern. Ursprünglich hatte der Angebotspreis bei über 67  000 Euro gelegen. Nach fachtechnischer Prüfung hatte die Feuerwehr mehrere Positionen gestrichen, so dass noch 6000 Euro eingespart werden konnten. Im Haushalt waren bisher nur 50  000 Euro bereitgestellt worden. Jetzt wurde die überplanmäßige Ausgabe genehmigt.

Wehrführer Thorsten Block, der als CDU-Abgeordneter auch dem Gemeinderat angehört, machte bewusst: „Wir haben einen Badestrand in Brokdorf. Eine schnelle Menschenrettung ist daher von großer Bedeutung.“

Ein weiterer Punkt rief bei den zahlreichen Zuhörern, großes Kopfschütteln hervor. Nach Erlass eines neuen Brandschutzgesetzes für Schleswig-Holstein ist es künftig nicht mehr zulässig, dass die Feuerwehren eine separate Kameradschaftskasse führen. Hier soll jetzt eine neue Mustersatzung des Landes greifen. Sie verlangt, dass die Kameradschaftskassen künftig als „Sondervermögen für die Kameradschaftspflege“ geführt werden. Ab 2017 muss die Feuerwehr einen Einnahme- und Ausgabeplan erstellen, der von der Mitgliederversammlung der Wehr zu beschließen ist und erst nach Zustimmung der Gemeindevertretung in Kraft tritt. Nach Ende des Haushaltsjahres muss der Wehrvorstand die entsprechende Abrechnung erstellen, die wiederum dem Gemeinderat vorgelegt werden muss. „Eigentlich sollte das Ehrenamt leichter und unbürokratischer werden. Hier aber wird es Mehrarbeit und noch mehr Verwaltung geben“, bedauerte Wehrführer Thorsten Block. Die Gemeindevertretung legte drei Wertgrenzen fest, mit denen sie den Vorschlägen des Wehrführers folgte: 1000 Euro als Wertgrenze, bis zu der der Wehrvorstand über die Annahme von Zuwendungen entscheiden darf; ebenfalls 1000 Euro als Höchstbetrag für unerhebliche über- und außerplanmäßige Ausgaben und schließlich 500 Euro als Ausgabenbegrenzung für die Wehrführung.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 09:35 Uhr

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