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Norddeutsche Rundschau

26. Februar 2017 | 15:46 Uhr

Tourismus : Radwegenetz in Schieflage

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Amtsausschuss beschließt Förderantrag für neue Beschilderung. Auch Imagefilme aus der Wilstermarsch werden geprüft.

Wenn die Wilstermarsch bei Touristen punkten will, sind die Möglichkeiten eher begrenzt. Die zahlreichen Wasserwege und entsprechende Sportmöglichkeiten üben ihren Reiz aus; die tiefste Landstelle in Deutschland ist ein beliebter Anziehungspunkt. Vor allem aber sind Radfahrer eine begehrte Zielgruppe. Wer sich auf zwei Rädern in die Wilstermarsch begibt und sich dabei auf die Beschilderung verlässt, kann aber schnell im Nirgendwo landen. Der Amtsausschuss macht sich jetzt vor eine Neukonzipierung der Radwegebeschilderung stark und beschloss einen entsprechenden Förderantrag bei der Aktiv-Region.

Tatsächlich ist die einst vorbildliche Beschilderung in die Jahre gekommen. In den 1990ern hatte das Amt auf eigene Rechnung Radwanderrouten ausarbeiten und die erforderlichen Schilder aufstellen lassen. Die jeweilige Unterhaltung war dann an die Gemeinden übertragen worden. Inzwischen stellt sich allerdings heraus, dass die Ausschilderung unvollständig, pflegebedürftig und zum Teil sogar fehlerhaft ist. Hinzu kommt: Nach einer bereits vor Jahren erlassenen Richtlinie des Landes soll das Erscheinungsbild landesweit einheitlich sein.

Aktuell führen neun unterschiedliche Routen durch die Marsch. Bei einer Neukonzipierung, so hieß es jetzt im Amtsausschuss, wäre aber eine deutliche Reduzierung der ausgewiesenen Strecken sinnvoll. Nach einer ersten Kostenschätzung würde das Projekt rund 35  000 Euro kosten. Für das Geld gäbe es neben neuen Schildern und Info-Tafeln. Angedacht ist ferner, entlang der Autobahn 23 touristische Hinweistafeln aufzustellen. Das würde weitere rund 15  000 Euro kosten. Erwogen wird schließlich auch die Erstellung von kurzen Imagefilmen, mit denen für die Wilstermarsch geworben werden soll. Hier würden dann die Besonderheiten der Region herausgestellt. Die kurzen Trailer könnten auf der Homepage des Amtes und der Stadt Wilster bereitgestellt werden. Unklar ist derzeit noch, was hier an weiteren Kosten entstehen würde.

Der Amtsausschuss hat nun beschlossen, sämtliche Maßnahmen als Gesamtpaket in einen Förderantrag bei der Aktiv-Region zu packen. Hier hofft man natürlich auf eine spürbare finanzielle Unterstützung. An der Notwendigkeit einer Überarbeitung des Radwegenetzes gab es offenbar keinerlei Zweifel. Der Amtsausschuss beschloss die Antragstellung ohne weitere Diskussion einstimmig.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 17:37 Uhr

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