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Norddeutsche Rundschau

27. April 2017 | 18:57 Uhr

Nach 30 Jahren : Radweg wird endlich gebaut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bis September sollen die Bauarbeiten in Elskop, Krempdorf und Blomesche Wildnis beendet sein.

Mehr als 30 Jahre haben Einwohner aus den Gemeinden Elskop, Krempdorf und Blomesche Wildnis auf den Radweg an den Kreisstraßen 7 und 48 gewartet – jetzt rücken die Baufahrzeuge an. „Erst seit ich das Baumaterial gesehen habe, glaube ich auch, dass es wirklich losgeht“, sagt der Elskoper Bauausschussvorsitzende Jörg Benitt. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten an dem vier Kilometer langen Abschnitt dauern, dann soll der Radweg fertiggestellt sein. Der Radweg, der an der Einmündung zur Landesstraße 119 beginnt, verläuft 650 Meter entlang der Kreisstraße 7 – unter anderem auch auf der Anliegerstraße „Am Altendeich“ und dann, nach Wechsel auf die Kreisstraße 48, dort bis zur Landesstraße 118 Richtung Süderau.

Bauherr ist der Kreis Steinburg, das Land beteiligt sich jedoch mit 1,5 Millionen Euro an den Kosten. Der Kreis gibt 600  000 Euro hinzu, den Großteil der restlichen 300  000 Euro müssen die Gemeinden Elskop und Blomesche Wildnis bereitstellen. Mit einem kleineren Beitrag ist Krempdorf dabei, weil nur wenige Meter des Radweges auf dem Gebiet des Ortes liegen. Alle drei Bürgermeister sind froh, dass es endlich losgeht und die Sicherheit für die Radfahrer erhöht wird. Die Strecke wird vor allem von Schulkindern, aber auch von zahlreichen Radtouristen genutzt. Bisher mussten diese auf engen Kreisstraßen fahren, was besonders in Erntezeiten zu gefährlichen Situation führte. Und die Sanierung der Straße der K 48 vor knapp zwei Jahren hat die Gefahr für Radler eher noch erhöht: Im Straßenverlauf wurden zwei Verengungen eingebaut, die zum Baumschutz aufgebaut wurden, um dem Wurzelwerk den nötigen Platz zu bieten. Die Gemeinde und die Bürgerinitiative für den Radwegbau sahen darin eine immense Gefährdung des Straßenverkehrs, da die Verengungen schlecht einzusehen sind. Um den Bau durchzusetzen, gab es in der Vergangenheit zahlreiche Demonstrationen. „Der Druck hat sicher geholfen, dass der Radweg jetzt kommt“, sagt Krempdorfs Bürgermeisterin Dörte Harms. Und auch eine Verkehrszählung hat geholfen, die bestätigte, dass das Verkehrsaufkommen in der Dorfstraße so hoch ist, dass Radfahrer nicht auf der Straße fahren sollten. „Es ist toll, dass es jetzt endlich losgeht“, betont Elskops Bürgermeister Jürgen Töllner. Die finanzielle Belastung für seine kleine Gemeinde sei zwar sehr hoch, „aber wir müssen und wollen das machen“. Verlegt wird der Radweg auf der nicht bebauten Seite der Dorfstraße. Dazu muss die Strecke teilweise auch für den Durchgangsverkehr gesperrt werden, teilt der Kreis Steinburg mit. Die Sperrung erfolgt voraussichtlich bis zum 20. April. Eine Umleitungsstrecke ist ausgeschildert.




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erstellt am 08.Mär.2017 | 04:45 Uhr

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