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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Dreharbeiten : Radmahnmal kommt ins Fernsehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Team vom NDR dreht in Sommerland eine Reportage zum Thema Mobilität – dabei steht auch das Radmahnmal im Mittelpunkt.

Wie können schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren besser im Verkehr geschützt werden? Mit dieser Frage zur Mobilität und den Radwegen in Norddeutschland beschäftigt sich der Redakteur des Norddeutschen Rundfunks (NDR) Güven Potul. Entstehen soll daraus eine Reportage für die Sendereihe „45 Minuten“, die jeweils um 22 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt wird. Bei seiner Recherche ist er auf die Radweginitiative Sommerland aufmerksam geworden. Beim diesjährigen Pfingstgottesdienst am Radmahnmal entstand der erste Kontakt. Jetzt war er mit einem Aufnahmeteam des NDR einen Tag vor Ort, um mit Anliegern und Nutzern zu sprechen.

Mit der Familie von Gero und Tina Reimers mit Tochter Kamoa (11) wurde ein längerer Dreh aufgezeichnet , wie sie auf der Landestraße zwischen Dückermühle und Herzhorn mit dem Rad entlangfahren. Am Radmahnmal, genau in der Mitte des fehlenden Radweges, wurden sie von Mitgliedern der Radweg-Initiative empfangen. Durch die immer wieder einsetzenden Regenschauer war der Dreh nicht ganz einfach für die Akteure. In Einzelinterviews fing das Aufnahmeteam dann ein Meinungsbild ein.

Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann wies auf die Bedeutung des Lückenschlusses im Radwegenetz zwischen den Gemeinden Herzhorn und Sommerland hin. Auf die Frage, ob er auf diesem Teilstück schon mal Probleme hatte, antwortete er: „Ich fahre gern und oft mit dem Rad. Auf diesem Abschnitt bin ich schon von Lastwagen bedrängt worden und fühle mich hier nicht sicher, deshalb meide ich diese Strecke. Den Ausbau dieses Lückenschlusses halte ich für sehr wichtig.“

Herzhorns Gemeindevertreter Detlef Bernecker wies darauf hin, dass diese L  168 etwa einen Meter schmaler ist als andere Landesstraßen und dadurch bei Gegenverkehr besonders gefährlich ist. Hella Schwartkop erklärte, warum sie bei der Initiative „Fernsehaufnahmen am Radmahnmal Sommerland L 168“ mitmacht: „Ich habe zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren, die diese Strecke zur Schule nach Herzhorn nutzen müssen. Durch die Fusion der Ämter Herzhorn und Horst sowie der Kirchengemeinden Herzhorn und Süderau ist diese Verbindung für viel Nutzer wichtig. Es geht uns um die Sicherheit im Straßenverkehr sowohl für Radfahrer als auch für motorisierte Fahrzeuge.“ Jobst von Arnim als Vorsitzender des Kirchengemeinderates und Vielradfahrer bestätigte die Argumente von Hella Schwartkop. Er betonte: „Man muss sich für die Schwächeren einsetzen.“

Bürgermeisterin Helga Ellerbrock nannte die klaren Forderungen der Gemeinde Sommerland: „Ich erwarte, dass das Land zu seinen Lasten den Radweg ausbaut und unterhält. Die Ausbaupläne waren 2002 baureif und wurden durch die Planungen zur A  20 zurückgestellt. In der jetzigen Auslegung ist von einer separaten Planung eines Radweges über das Brückenbauwerks die Rede.“

Bei einer Landtagssitzung im Juni hatten Mitglieder der Initiative mit Abgeordneten und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer diskutiert. Der Minister hatte ein Gesprächsangebot gemacht. Die Gemeinden Sommerland und Herzhorn hätten ihre Argumente nochmals schriftlich gegenüber dem Wirtschaftsminister vorgebracht. „Wir warten auf einen Gesprächstermin.“

Wann der Fernsehbericht gesendet wird, ist noch unklar. Güven Potul: „Das wird sicher erst im kommenden Jahr sein. Wir wollen noch andere Gemeinden besuchen. Das Engagement von Sommerland finde ich beeindruckend.“

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