zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Stadtkirche Glückstadt : Propst besucht Kirchengemeinde

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Zuletzt fand eine Visitation vor 21 Jahren in Glückstadt statt. Pastor Stefan Egenberger hat einiges auf der Agenda.

Vom kommenden Montag an weilt höherer kirchlicher Besuch in der Elbestadt: Eine Woche lang wollen sich Propst Thomas Bergemann und sein Stellvertreter Torsten Becker nicht nur mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der evangelisch-lutherischen Kirche Glückstadt austauschen. Auch Gespräche mit Vertretern der Stadt sind vorgesehen. Höhepunkt der sogenannten Visitation ist dann am übernächsten Sonntag, 25. September, der um 10 Uhr beginnende Gottesdienst in der Glückstädter Stadtkirche. Die Predigt hält Propst Bergemann. Sein Stellvertreter wird im weiteren Verlauf das Ergebnis der Visitation präsentieren.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich quasi der „nachbarschaftliche Besuch“ einer Kirchengemeinde durch einen Verantwortlichen der nächsthöheren Ebene. In der Praxis ist die gottesdienstliche Versammlung der Gemeinde Höhepunkt einer Visitation, die in der Besuchsphase oft eine Woche dauert. Dazu finden üblicherweise Aussprachen, Besuche von Einrichtungen sowie eine Verwaltungsprüfung statt. Zum ursprünglichen Gedanken der Aufsicht ist in den heutigen Visitationsordnungen auch der Kontakt zur Gemeinde und deren Beratung hinzugekommen.

Deshalb findet auch zunächst am komenden Montag , 19. September, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus am Kirchplatz eine öffentliche Veranstaltung statt, damit die beiden Kirchen-Oberen zu Beginn ihres Besuchs mit Gemeindegliedern ins Gespräch zu kommen. In den Folgetagen wolle man bei gutem Wetter auch auf dem Fahrrad in Glückstadt unterwegs sein, um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, kündigte Pastor Stefan Egenberger an. Außerdem wolle man mit der Bürgermeisterin Manja Biel und der städtischen Integrationsbeauftragten Katharina Schmidt Gespräche führen.

Auch ein Besuch der qualifizierten Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung am Neuendeich steht nach Angaben von Egenberger auf der Tagesordnung. Dabei wird auch zu klären sein, ob das bislang von der Kirchengemeinde angebotene Flüchtlings-Café noch sinnvoll erscheint, weil sich die Asylbewerber ohnehin nur noch kurz in der Glückstädter Erstaufnahmeeinrichtung aufhalten würden. „Zuletzt kamen nur noch sehr wenige Teilnehmer“, berichtet Egenberger.


Gottesdienste sollen attraktiver werden


Ebenfalls zur Sprache kommen soll ein sehr kirchliches Thema. Es gibt Überlegung, Menschen, die mit traditionellen Formen nicht so umgehen können, durch eine Änderung von Gottesdienstformen für die Kirche zu begeistern. Es ist – nicht nur in Glückstadt – spürbar, dass weniger Menschen zu den Gottesdiensten gehen.

Eigentlich ist die Visitation im Leben der Gemeinden mit einem Rhythmus von sechs bis acht Jahren fest verankert. In Glückstadt ist das deutlich länger her. Dort hat die letzte Visitation 1995 stattgefunden – was bei knapp 40 Gemeinden im Kirchenkreis und maximal vier Visitationen innerhalb eines Jahres allerdings nachvollziehbar erscheint.






Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen