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Medizinische Fortbildung : Praxisteams machen Notfalltest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

80 Ärzte und medizinische Fachangestellte aus Steinburg und Dithmarschen übten Herzdruckmassage und Umgang mit Defibrillator.

Ein Patient bricht zusammen – Notfallsituation in der Arztpraxis. Wie das Praxisteam nun schnell und umfassend reagiert, das haben Ärzte und medizinische Fachangestellte aus den Kreisen Steinburg und Dithmarschen in einer weiteren Fortbildung intensiv geübt. Organisiert von Anne Göttsche aus der Wilsteraner Praxis Dr. Jörg Wendtland und Roswitha Rambke von der Hohenlockstedter Pharma-Firma Pohl-Boskamp, ging es einen Nachmittag lang in den Räumen des Gasthauses „Zur Erholung“ in Heiligenstedten um Reanimation. Rund 80 Teilnehmer zählten sie bei der Veranstaltung, die sich gezielt an Praxisteams im ländlichen Bereich richtete, wo der Rettungsdienst nicht in direkter Nähe stationiert ist. Da gilt es, wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens wirkungsvoll zu überbrücken.

„Die Herzdruckmassage ist da wesentlich“, betont Jörg Wendtland. In Gruppen aufgeteilt, übten die Teilnehmer die Herzdruckmassage und lernten den Umgang mit der neuesten Generation des Defibrillators unter Anleitung von Dr. Klaus-Gerrit Gerdts, Leitender Notarzt des Landkreises Cuxhaven, und seinem Team. Er hatte zu Beginn in einem Vortrag mit Filmmaterial die Ärzte und medizinischen Fachangestellten auf mögliche Situationen vorbereitet. Dabei ging es unter anderem auch um die Medikamentengabe bei einem Infarkt und um das Erkennen eines Schlaganfalls. Gerdts war zum zweiten Mal Gastreferent in der Fortbildungsreihe, die die Praxis Wendtland und die Firma Pohl-Boskamp seit 2014 anbieten. Und auch diesmal wieder gelang es dem Referenten, dem Fachpersonal anschaulich darzustellen, wie Schädigungen so gering wie möglich gehalten werden können. Die Umsetzung folgte dann im Praxistest an Puppen. „Es war eine sehr gute, sehr lebendige Präsentation“, lobte Dr. Jörg Wendtland. Die Fortbildung sei wichtig, um immer wieder auf dem neuesten Stand der medizinischen Anforderungen zu sein. Nach Vortrag und praktischer Übung folgte darum auch noch ein theoretischer Teil, bei dem die Teilnehmer Fragen beantworteten, durch die sie das Erlernte auch selbst kontrollieren konnten. Am Ende zeigten sich Jörg Wendtland, Anne Göttsche und Roswitha Rambke mit dem Verlauf der vierten Fortbildungsveranstaltung überaus zufrieden. „Die fünfte ist bereits in Planung“, kündigten sie an.  

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erstellt am 13.Mär.2017 | 15:20 Uhr

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