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Grossbrand : Plötzlich stand das Dach in Flammen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Großbrand in Altenteilerhaus in Glückstadt. Bewohner beim Frühstück vom Feuer überrascht. Schadenshöhe und Brandursache offen

„Wir hatten gerade gefrühstückt“, erzählt Martin Mahn. Er und seine Frau hörten ein Geräusch, Augenblicke später sprang im Obergeschoss mit lautem Getöse eine Tür auf und das Haus füllte sich sofort mit Rauch – das Dach ihres Altenteilerhauses stand in Flammen . Martin Mahn rief sofort die Feuerwehr. „Mit einem Feuerlöscher hätten wir nichts mehr ausrichten können“, sagt der frühere Landwirt.

In Glückstadt wurde gestern um 9.44 Uhr Vollalarm ausgerufen. Gleich mehrere Feuerwehren mussten anrücken – mit vielen Atemschutzträgern. Extrem dichte Rauchschwaden zogen bis in die Blomesche Wildnis. Über Stunden mussten Atemschutzträger Dachpfannen entfernen, damit das Feuer gelöscht werden konnte, denn die die Flammen fraßen sich laut Einsatzleiter Ties Tießen durch die Isolation des Daches.

Martin und Susanne Mahn beobachteten die Löscharbeiten. Sie waren relativ gelassen, auch weil niemand zu Schaden gekommen war. Und weil sie das Angebot eines Nachbarn bekamen, dass in eine Ferienwohnung einziehen können. Das Ehepaar war erst im Januar nach langer Renovierungszeit in das Haus eingezogen.

Über den Verkehrsfunk wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen wegen der in Richtung Blomesche Wildnis ziehenden Rauchwolke geschlossen zu halten. Die Bundesstraße 431 war von 9.45 bis 13.45 Uhr voll gesperrt. Nur Anlieger zum Baugebiet Tegelgrund durften durchfahren.

Die Polizei traf zuerst an der Einsatzstelle ein und wartete mit dem Ehepaar auf die Feuerwehr, die gestern anfangs wieder mit der Tagesverfügbarkeit zu kämpfen hatte. Auch in der Blomeschen Wildnis heulten inzwischen die Sirenen. Kurz vor 10 Uhr traf die Glückstädter Feuerwehr in Löschzugstärke zuerst an der Chaussee ein. Unter Einsatzleitung von Wehrführer Ties Tießen versuchten die Atemschutzgeräteträger Sebastian Jark und Senol Emuce unterstützt von anderen Brandbekämpfern, den Dachstuhlbrand im Innenangriff unter Kontrolle zu bekommen.

Vor dem Haus wurde derweil die Drehleiter in Stellung gebracht und eine Löschwasserversorgung zwischen dem brennenden Gebäude und mehreren Hydranten aufgebaut. Nach und nach trafen auch die ebenfalls alarmierten Feuerwehren aus der Blomeschen Wildnis sowie aus Kollmar und Krempe ein und unterstützten die Löscharbeiten.

Über eine Steckleiter kletterten Feuerwehrleute unter Atemschutz auf das Walmdach und nahmen – zwischen Rauch und Flammen stehend – Dachziegel herunter. So gelang es, der Flammen doch noch Herr zu werden. Eine Stunde nach Alarmierung meldete Ties Tießen der Rettungsleitstelle dann „Feuer unter Kontrolle“. Die Feuerwehrleute waren bis 14 Uhr vor Ort. Schaden und Brandursache waren noch offen.




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