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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 23:30 Uhr

Paddler trotzen dem Gegenstrom

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verbandsfahrt beschert Kanuten seltene Einblicke in grüne Oasen der Stadt

Mehr als 30 Teilnehmer aus Schleswig-Holstein und Hamburg fanden sich zur Verbandsfahrt der Kanu-Gruppe Wilster (KGW) ein. KGW-Wanderwart Jan Görbitz begrüßte die Kanuten, bevor sie in ihre Einer- und Zweierkajaks stiegen und bei besten Wetterbedingungen Richtung Nord-Ostsee-Kanal paddelten.

Blickfänge, besonders für die auswärtigen Gäste, waren die idyllischen kleinen Gärten der alten Stadthäuser, wahre Sonnenoasen am Ufer der Wilster Au. In die Zeit der alten Frachtensegler fühlte sich mancher an der malerischen Rumflether Mühle versetzt. Weiter ging es, vorüber an Wiesen und Weiden, an imposanten und zum Teil aufwändig restaurierten Bauernhäusern.

Einige Kanuten nutzten nach zehn Kilometern die Kanustation an der alten Schmiede in Averfleth zur Pause, um dann wieder zum Start zurück zu paddeln. Die meisten legten ihre Pause und Picknick nach 17 Kilometern am Nord-Ostsee-Kanal ein. Zu Fuß ging es für sie zum nahen Kanalufer, um die vorüberziehenden Schiffe aus aller Welt zu beobachten.
Frisch gestärkt ging es wieder auf die 17 Kilometer Wasserstrecke bis Wilster. Wobei sich mancher Paddler fragte, wieso die Wilster Au, die sonst überwiegend gestaut ist oder abwärts fließt, über Stunden aufwärts Richtung Kanal strömte.

Wanderwart Jan Görbitz löste das Rätsel auf: „Wir hatten an der Schleuse in Kasenort darum gebeten, die Tore bei auflaufendem Wasser so offen zu halten, dass der Wasserstand in der Wilster Au angehoben wird.“ Allerdings registrierte das Schöpfwerk am anderen Ende der Au den Pegel als steigend und schöpfte das auflaufende Wasser wieder ab in den Nord-Ostsee-Kanal und sorgte so für den Sog. Der ungewohnte leichte Gegenstrom auf dem Rückweg nach Wilster war aber kein Hindernis für die Vereinskanuten, die auch ganz andere Strömungsverhältnisse gewohnt sind.

Weit vor allen anderen erreichte Uwe Münster, einer der KGW-Vielpaddler, das heimische Bootshaus. Dort erwartete die Kanuten eine reich gedeckte Kaffeetafel. Noch lange nutzten die Gäste aus Hamburg, Flensburg, Elmshorn, Itzehoe und Klausdorf bei Kiel die Möglichkeit, sich über Erfahrungen im Kanuwandersport und insbesondere über die Paddelreviere im Kreis Steinburg auszutauschen.

Die Saison des Kanu-Verbands neigt sich dem Ende zu. Die Wilsteraner Kanuten haben ihr traditionelles Abpaddeln am Sonnabend, 24. September. Start zur alten Schmiede ist um 10 Uhr ab Vereinsgrundstück.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 15:26 Uhr

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