zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 19:16 Uhr

Wettbewerb : Packende Rennen auf dem Rhin

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wildnis-Cup hat sich als Familienveranstaltung etabliert. 400 Teilnehmer kämpfen um den Sieg.

Der Wildnis-Cup auf dem Rhin bleibt das Top-Familienevent dieser Region. Auch in der zehnten Auflage präsentierte sich das Rennen der großen und kleinen Kanus auf dem Wasser, dazu für die Teilnehmer über Lauf- und Radstrecken frisch und lebendig. Keine Frage, dass die Veranstalter vom Wildnis-Club um ihre Vorsitzenden Wolfgang Müller und Herbert Frauen ein durchweg positives Fazit der Tagesveranstaltung zogen.

„Ich glaube, wir sind insgesamt auf einem guten Weg“, bekräftigte der zweite Vorsitzende Herbert Frauen. Vor allem deswegen, weil die Teams auch bei der jüngsten Veranstaltung spannende und nicht erwartete Resultate einfuhren. Denn so ziemlich alle hatten in der Königsdisziplin, dem Rennen der „Dorfboote“ mit Zehner-Besetzung im Kanu über sieben Kilometer Strecke, mit einem Zweikampf von Titelverteidiger Engelbrechtsche Wildnis I und der im Vorjahr um eine Sekunde unterlegenen Süderauer Crew gerechnet. Es kam anders: Aus dem zeitlichen Mittelfeld gestartet, peitschte die Mannschaft Glückstadt IV förmlich das Rhin-Wasser, wendete perfekt unter der Hühnerbrücke und stellte mit 43,16 Minuten einen neuen Streckenrekord auf.

Mehrere hundert Zuschauer verfolgten entlang der Rennstrecke vom Startplatz Alte Marinehallen in Glückstadt bis zur Hühnerbrücke in der Engelbrechtschen Wildnis die spannenden Rennen. Das erstmals eingebaute Handicap – unter der Hühnerbrücke abgehängte Stangen, die nicht berührt werden durften, sonst drohte Zeitstrafe – bewältigten alle Boote. Bis auf eines: Glückstadt I rammte die Stangen. Da konnten denn auch die Aufpasserinnen Bettina Butenop, Matthea Sammer und Hjördis Köpp kein Auge zudrücken.

Besonders engagiert: der Fanclub Süderau, der sein Team über die ganze Strecke per Lautsprecher, Riesenplakaten und frenetischem Jubel anfeuerte. Eine logistische Meisterleistung, aber es sollte nicht reichen – die Süderauer legten zwar los wie bei Olympia, am Ende sprang Platz sechs heraus. Den Zieleinlauf genau im Blick hatten Silja Baumgarten und Robin Wenzel. Sie konstatierten, dass alle großen Zehner-Boote im Zeitrahmen von nur acht Minuten das Ziel durchfuhren. Wobei auch die Besetzungen in den kleineren Booten Klasseleistungen ablieferten.Immerhin hatten sie einen Triathlon auf dem Wasser, mit dem Rad und auf der Laufstrecke zu bewältigen. Hut ab vor dieser sportlichen Hochleistung.

Insgesamt näherte sich die Teilnehmerzahl wieder der magischen 400 an, „viel mehr geht fast nicht“, sagte Herbert Frauen, der ganz besonders stolz darauf war, auch ein großes Boot ausschließlich mit Flüchtlingen besetzen zu können: „Yalla Glückstadt“. „Yalla“ bedeutet Willkommen auf Arabisch. Genau das entsprach auch dem Geist der Veranstaltung: Alle eine große Familie, jeder ist willkommen. Wolfgang Müller: „Die Teilnehmer machen den Wildnis-Cup zu dem, was er ist: ein großes Event.“ Und Herbert Frauen schob nach: „Der Wildnis-Cup lebt. Jung und alt bilden eine tolle Gemeinschaft.“

Natürlich schwebte über allen Wettbewerben ein relativ hoher Leistungsgedanke, der Spaß an der Aktion stand bei allen Teilnehmern gleichrangig daneben. Als Vorsitzender dankte Wolfgang Müller den vielen Helfern, den Ordnungsbehörden, dem DLRG, dem DRK, den Feuerwehren Engelbrechtsche Wildnis und Herzhorn, unterstützende Firmen, dem MTV Herzhorn und sicher ganz vielen mehr, die sich direkt oder indirekt am Gelingen des Wildnis-Cups beteiligten. Bevor an der historischen Gaststätte „Poppenhuus“ die große Party begann, wurden unter dem Jubel der Fans die Sieger gekürt. Maren Nagel, Bürgermeisterin der Engelbrechtschen Wildnis, überreichte Wertgutscheine an die siegreichen Teams, es gab eine Verlosung an Sachpreisen und Gewinner ausgeloster Hubschrauberrundflüge berichteten von ihrem Abenteuer, dem Flug über ihre Heimat. Sabine Tippelt genügten dazu drei Worte: „Das war cool.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen