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Norddeutsche Rundschau

28. September 2016 | 12:15 Uhr

Ottenbüttel : „Ohne Sie hätten wir das nicht geschafft“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dankeschön an 90 ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Amt Schenefeld.

„Ohne Ihre ehrenamtliche Unterstützung hätten wir das nicht schaffen können“, betonte Renate Lüschow, Amtsvorsteherin des Amtes Itzehoe-Land im Rahmen des dritten Ehrenamtstreffen. Und die Amtschefin hatte für die Helfer auch etwas mitgebracht: Als Dankeschön gab es für jeden eine Anstecknadel des Landes Schleswig-Holstein.

Zahlreiche Gäste, die seit Monaten einen wichtigen humanitären Beitrag für die rund 190 Flüchtlinge in den 20 amtsangehörenden Gemeinden leisten, waren der Einladung in die Gaststätte Stahfast gefolgt. Lüschow erläuterte mit sichtbarer Freunde, wie stark sich die 90 Ehrenamtlichen nach wie vor für die Flüchtlinge einsetzen. „Inzwischen hat sich die Arbeit der Helfer jedoch geändert“, erklärte sie. Stünde doch nun eher die Unterstützung bei der Suche nach Praktika- oder Arbeitsplätzen im Vordergrund. „Leider gibt es in unserer Gesellschaft aber immer noch viel zu viele skeptische Menschen“, bedauerte die Amtsvorsteherin in der Hoffnung, diesen „unberechtigt geschürten Ängste“ mit Aufklärungsgesprächen entgegenwirken zu können. „Schließlich haben die Menschen, die zu uns gekommen sind, nicht ohne Grund ihre Heimatländer verlassen.“

Auch Ordnungsamtsleiter Mathias Siebenborn unterstrich, dass in den zurückliegenden Monaten viel passiert sei. „Zwar hat sich die Anzahl der zu uns kommenden Menschen um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr reduziert – dennoch kommen nach wie vor Menschen in unser Land.“ Besonders erfreut zeigte er sich gemeinsam mit der Migrationsbeauftragten Britta Dichte und Sachbarbeiterin Viktoria Brauer, dass inzwischen auch rund zehn Asylbewerber aus Syrien, Iran, Irak, Jemen, Afghanistan und Armenien selbst zu Flüchtlingshelfern geworden seien. „Sie unterstützen uns in sprachlicher Funktion als Dolmetscher.“ Zudem berichtete er auch, dass das Amt derzeit damit beginne, den Asylanten die Anerkennung auszusprechen. Schon jetzt erhalten 14 Personen Leistungen vom Jobcenter, 14 weitere beziehen derzeit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. „Zurzeit haben wir im Amt noch 48 angemietete Wohnungen, wovon einige bereits von uns gekündigt wurden oder noch werden“, erläuterte Siebenborn weiter. Allerdings beobachte er derzeit auch die freiwilligen Ausreisen von Albanern, „die hier nicht das gefunden haben, was sie erwartet haben“. Auch erlebe das Amt Itzehoe-Land derzeit Weg- und Familiennachzüge. Den offiziellen Worten des Ordnungsamtsleiters und der Amtsvorsteherin schloss sich ein gemeinsames Essen mit anschließender Gesprächsrunde an.

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