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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 04:09 Uhr

Nur noch zwei Euro für Abwasser

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gebühren sinken in 2017 – und bleiben dann stabil

Im Jahr 2017 sparen die Itzehoer Haushalte – zumindest bei den Ausgaben für die Beseitigung des Abwassers. Die Gebühren sinken deutlich: An Stelle von 2,70 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers werden im kommenden Jahr nur noch 2 Euro fällig. Damit folgte die Ratsversammlung am Donnerstagabend einstimmig einem Vorschlag der Stadtentwässerung.

Im Kreis kenne er kein Unternehmen, das günstiger sei, so Werkleiter Manfred Tenfelde gegenüber unserer Zeitung. Selbst bundesweit liege man in Itzehoe an der Untergrenze derjenigen, die Abwasser entsorgen. Anders formuliert: „Es gibt eine ganze Menge Unternehmen, die deutlich teurer sind.“

Die durchschnittlichen langfristigen Kosten betrügen derzeit 2,25 Euro pro Kubikmeter, so Tenfelde. Doch in 2015 ist ein Überschuss von 953  000 Euro aufgelaufen, der nach den gesetzlichen Vorschriften innerhalb von drei Jahren wieder ausgeglichen werden muss. Auch für dieses Jahr erwartet der Werkleiter ein Plus und sagt deshalb: „Im Augenblick glaube ich daran, dass wir den Preis von 2 Euro drei Jahre halten werden.“

Eine leichte Steigerung gibt es im kommenden Jahr bei der Regenwassergebühr. Waren es bisher 13 Euro pro Berechnungseinheit (BE) – das sind 30 Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche –, so werden in 2017 pro Einheit 50 Cent mehr fällig. Beispielrechnung der Stadtentwässerung: Für eine vierköpfige Familie mit Einfamilienhaus seien das bei vier BE zwei Euro mehr im Jahr. Bei 120 Kubikmetern Abwasser ergebe sich aber durch die abgesenkte Gebühr eine Entlastung um 84 Euro.

„Wir haben die letzten Jahre gut und vernünftig gewirtschaftet“, sagt Tenfelde. Regelmäßig werde investiert, für das kommende Jahr sind acht Millionen Euro geplant. Ein Projekt ist die solare Trocknung von Klärschlamm: „Auch das ist eine gute Investition in die Zukunft, um die Abgaben niedrig zu halten.“

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erstellt am 12.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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