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Norddeutsche Rundschau

30. April 2017 | 03:22 Uhr

Nur Helmpflicht trübt die Stimmung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gestern ging die ganze Gemeinschaftsschule aufs Eis / Neue Verordnung aus dem Bildungsministerium sorgt für Diskussionsstoff

Statt Mathe, Englisch oder Deutsch zu pauken hieß es gestern für über 500 Schüler der Gemeinschaftsschule Wilster rein in die Schlittschuhe und rauf aufs Eis. Bereits seit einigen Jahren wird der Freitag unmittelbar vor oder nach dem Nikolaustag für einen Schulausflug in das Elbe Eis Stadion (EIS) genutzt. Bislang zeigten die Schüler große Begeisterung für diese Unternehmung. In diesem Jahr wurde die Stimmung jedoch etwas durch die vom Kieler Bildungsministerium kürzlich angeordnete Helm- und Handschuhpflicht für alle Schlittschuhläufer getrübt. „Diese Anweisung finde ich total bescheuert“, äußerte Jendrik aus Wilster.

Mit diese Meinung stand der 15-Jährige nicht alleine da. Einige Mädchen und Jungen entschlossen sich daher, dieses Mal auf das Eislaufen zu verzichten und nahmen stattdessen das Alternativangebot in Form einer Wanderung in Anspruch. Sichtlich weniger Schüler als in den Vorjahren tummelten sich zur fetzigen Musik auf dem Eis. Das lag jedoch unter anderen daran, dass schlicht nicht genügend Helme vorhanden waren. Viele der Schüler gaben an, keinen Helm zu besitzen. Bei Verwandten und Bekannten wurde spontan nach einem Kopfschutz gefragt. „Wir haben leider nur ein kleines Kontingent an Ausleihhelmen, aber die können wir den Schülern, die keinen Helm haben, gerne zur Verfügung stellen“, bot Eismeister Lutz Stüven seine Unterstützung an. Währenddessen kümmerte sich Sportlehrer Günter Lake darum, dass die Schüler ihre Helme untereinander austauschten, sodass jeder einmal auf das Eis gehen konnte.

Die elfjährige Christina aus Dammfleth hatte ihren eigenen Kopfschutz mit dabei. „Zu Ostern habe ich diesen Helm von meinen Eltern geschenkt bekommen, da wir einmal im Jahr in den Skiurlaub fahren.“

Mit professionellen Eishockeyhelmen gingen Malte (16) und Tom-Luka (16) aufs Eis. Die beiden sind Mitglieder im SV Brokdorf und spielen bereits seit einigen Jahren bei den Young Barracudas Eishockey. „Wenn man mit dem Kopf auf das Eis aufschlägt, kann das ziemlich böse Ausgehen“, zeigten die beiden Eishockeyspieler Verständnis für die neue Regelung.

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erstellt am 05.Dez.2015 | 00:34 Uhr

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