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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 01:23 Uhr

Sportvereine : Neuer Platz für ETSV-Kicker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kunstrasen-Spielfeld an der Sportanlage Königskoppel in Glückstadt in nur sechs Wochen saniert / Kosten unterhalb der veranschlagten Summe

Die Fußball-Abteilung des ETSV Fortuna Glückstadt gibt etwa 450 Mitgliedern eine sportliche Heimat. Damit bilden die Fortunaten eine der größten Kicker-Abteilungen im Kreisgebiet. Und diese Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder haben jetzt allen Grund zur Freude. Denn in diesen Tagen wurde der neue Kunstrasenplatz an der Sportanlage Königskoppel seiner Bestimmung übergeben.

Nach nur sechs Wochen intensiver Arbeit durch die auf Sportplatzbau spezialisierte Firma Weitzel aus Tornesch kann jetzt auf dem Areal wieder trainiert und Fußball gespielt werden. „Darüber sind wir sehr glücklich und dankbar“, sagte Uwe Thomsen, langjähriger Fußballchef im ETSV und heute immer noch für „besondere Aufgaben“ zuständig. Immerhin hat es doch einige Zeit bis zur Fertigstellung gedauert.

Der 1996 angelegte erste Kunstrasenplatz wies 2013 erhebliche Abnutzungserscheinungen auf. „Wir haben der Stadt deswegen ständig in den Ohren gelegen“, bestätigten Uwe Thomsen und Thomas Gründel, der Vorsitzende des Gesamtvereins. 2015 sollten die Arbeiten beginnen. Aber: Ein städtischer Antrag auf Städtebauförderung in Kiel blockierte das Vorhaben. Innerhalb dieses Antrages hätten weitere Gelder für dringend anstehende Sanierungen fließen können. Doch dieser Antrag wurde in Kiel augenscheinlich lange Zeit nicht bearbeitet, so dass die Stadt Glückstadt als Eigentümer des Geländes mit dem Kunstrasenplatz und wegen einer Zusage an den Verein selbst aktiv werden musste. Die Krux: So bald die Stadt aus dem beantragten Förderprogramm etwas in Eigenregie übernimmt, fließen für diese Projekte keine Fördermittel. Und darum war die Stadtvertretung gezwungen, Kosten in Höhe von etwa 175  000 Euro selbst zu stemmen. Bürgermeisterin Manja Biel: „Sie können mir glauben, dass wir uns damit nicht leicht getan haben. Aber wir haben es auch ohne Fördermittel geschafft.“

Immerhin – so rechnete der stellvertretende Bürgervorsteher Wolfgang Engemann vor – blieben die Kosten weit unter angepeilten 235  000 Euro. Endgültig abgeschlossen sind die Arbeiten an dem 94 mal 60 – bespielbare Fläche 90 mal 58 – Meter großen Platz noch nicht. So soll auf jeden Fall noch ein Ballfangzaun zur Straßenseite hin errichtet werden. Das ist unstrittig. Eventuell sogar ein zweiter zu den anderen Sportplätzen. „Das muss die Stadtvertretung entscheiden, ob wir uns den zweiten Zaun zusätzlich leisten können und wollen“, sagte Manja Biel. Die Kosten betragen pro Zaun immerhin mehrere Tausend Euro.

Die Spezialisten aus Tornesch konnten beim Sportplatzbau auf Bestehendes zurück greifen. Denn in der alten Anlage erwiesen sich Unterbau und Drainagen als in Ordnung. So brauchte „nur“ der alte Vollkunstrasen durch einen pflegeleichten, mit Quarzsand und Kork verfüllten Kunstrasen neuester Generation ersetzt werden. Diese Kombination soll sich als besonders gelenkschonend zeigen und Abläufen im Fußball entgegen kommen.

Hauke Reimers vom städtischen Bereich Technik überwachte als Verantwortlicher das Bauvorhaben. Mängel konnte er bis jetzt keine feststellen. Der ETSV übernimmt als Nutznießer die Pflege des Geländes. Wie jeder Kunststoff nutzt sich auch dieser ab und muss ständig gebürstet werden. Fünf Jahre übernimmt die Firma Weitzel noch eine jährliche Wartung. Uwe Thomsen: „Ich glaube, wir haben hier beste Qualität und werden in den vorausgesagten 15 Jahren Haltbarkeit unsere Freude an dem Platz haben.“

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erstellt am 13.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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