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Norddeutsche Rundschau

23. Februar 2017 | 19:34 Uhr

Bildung : Neue Fachräume für 2,7 Millionen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Naturwissenschaftsgebäude der Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe soll 2018 saniert werden. Die Klosterhofschule wird Mitnutzer.

Ein wenig wie eine Zeitreise in die 70er Jahre ist ein Besuch im naturwissenschaftlichen Altbau der Kaiser-Karl-Schule (KKS): Fast 50 Jahre haben die Fachräume für Biologie und Chemie des städtischen Gymnasiums auf dem Buckel, und man sieht es ihnen an. Die Bestuhlung ist erneuert worden, ansonsten entspricht die Ausstattung dem, was 1970 als modern galt. Und nicht nur die Räume selbst sind in die Jahre gekommen: Auch die Lagerräume für die im Unterricht benötigten Chemikalien entsprechen nicht mehr aktuellen Standards. Darüber hinaus ist das Gebäude energetisch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. „Mit Nachdruck“ empfiehlt die Schulverwaltung eine Sanierung und hat der Politik im Bildungsausschuss dazu eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

Die Erneuerung des naturwissenschaftlichen Altbaus der KKS ist aus Sicht des Amtes für Bildung der konsequente Abschluss des seit 2010 begonnenen Neubau- und Sanierungsprogrammes der naturwissenschaftlichen Fachbereiche an den Itzehoer Schulen. In der Machbarkeitsstudie wurde eine Sanierung des bestehenden Gebäudes mit der Option eines Neubaus verglichen. Im Ergebnis kommen die städtischen Planer zu einem eindeutigen Ergebnis und plädieren für die Sanierung. Geschätzte Kosten: knapp 2,7 Millionen Euro.

Ein entsprechender Neubau wird eine Million Euro teurer eingeschätzt – nicht eingerechnet die Kosten für nötige Ersatzräume. Denn ein Neubau müsste aufgrund der bereits engen Bebauung auf dem KKS-Gelände an gleicher Stelle entstehen. Auch in dieser Hinsicht wäre eine Sanierung von Vorteil, weil sie in Abschnitten erfolgen könnte und das Gebäude während der geschätzten zwölf Monate Bauzeit zumindest teilweise genutzt werden könnte.

Angedacht sind neben der Renovierung der Fach- und Sammlungsräume auch die Überarbeitung der sanitären Anlagen und die Erneuerung der Fassade. 40 Prozent Energiekosten-Einsparung erwarten die Planer. Nutzen sollen das Gebäude dann neben den mehr als 700 KKS-Schülern auch die knapp 450 Schüler der benachbarten Klosterhofschule. Dort ist die Situation bei den Fachräumen laut Schulverwaltung aktuell „prekär“. „Wir haben hier eine gute Möglichkeit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, sagte Andreas Arndt vom Amt für Bildung.

Der Bildungsausschuss stimmte dem Fazit der Machbarkeitsstudie bei einer Enthaltung fast einhellig zu und empfiehlt der Ratsversammlung, für den Haushalt 2017 300  000 Euro für eine konkrete Bauplanung bereit zu stellen. „Ich hoffe, dass wir nun zügig in die Planung einsteigen können“, sagte KKS-Leiter Martin Baudach. Wenn das gelingt, so Baudauchs Wunschvorstellung, könnte seine Schule die neuen Räume 2018 in Betrieb nehmen. Heute berät der Finanzausschuss über den Etat 2017, den die Ratsversammlung am 16. Dezember verabschieden soll.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 11:59 Uhr

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