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Norddeutsche Rundschau

19. Dezember 2014 | 05:35 Uhr

Neu an der KKS - und begeistert von den Schülern

vom

itzehoe | Gutes Sozialverhalten. Kenntnisreich und diskussionsbereit. Interessiert. Angenehm und überwiegend pünktlich. So positiv spricht Dr. Hartmut Blank über die 856 Gymnasiasten der Kaiser-Karl-Schule. Und der 61-Jährige, der vor gut zwei Wochen als Nachfolger von Burkhard Klietz das Ruder übernommen hat, setzt noch einen drauf: "Das Beste, was ich bisher als Schulleiter kennen gelernt habe."

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Das will etwas heißen angesichts der bewegten Vita des gebürtigen Lübeckers, der in Heidelberg erst kurz Medizin studierte, dann Volkswirtschaft sowie auf Lehramt Englisch, Geographie und Geschichte. In den USA promovierte er über die Rolle der Eisenbahn im amerikanischen Bürgerkrieg, ging nach dem Referendariat in Hamburg an seine Heimatschule, das Lübecker Johan neum. Danach war er sieben Jahre lang Lehrer und später Mitglied der Schulleitung an der deutschen Schule in Athen - "eine tolle Zeit". Von 2003 bis 2009 leitete Blank das Nordseegymnasium in St. Peter-Ording und ging weg, als er mit der Entwicklung zur Gemeinschaftsschule nicht zufrieden war. Und zwar weit weg: Drei Jahre lang war er Leiter der deutschen Schule in der brasilianischen Riesenstadt São Paulo.

Doch Akzente habe er dort wegen eines mächtigen Vorstands nicht setzen können, zudem seien die Schulprozesse einfach nicht gelaufen. Also zurück: Es sei sein Wunsch gewesen, an die KKS zu kommen, ein traditionelles Gymnasium mit G8. "Ich möchte keine aufgeweichte Form eines Gymnasiums", sagt Blank. "Eine Bildungspolitik, die keine Angebote macht für Begabte, ist zutiefst unsozial." G9 lasse sich über individuelle Sonderwege immer noch organisieren.

An der KKS fand er ein "sehr, sehr angenehmes Betriebsklima" vor und ein rund 60-köpfiges Kollegium, das sehr nett und angenehm sei und mit dem sich Schulentwicklung realisieren lasse. Der 61-Jährige hat Ideen, zum Beispiel, die Arbeit der Vereinten Nationen auf Englisch zu simulieren. Aber überstürzen will er nichts: "Man muss sich und auch der Schule Zeit geben." Besonders wichtig, wenn auch zuweilen schwierig, seien Informationsfluss und Transparenz.

Der Stadt als Schulträger ist Blank dankbar für den gelungenen Anbau mit Fachräumen und der Mensa, die ein zentraler Ort der Begegnung sei: "Das finde ich genial." Selbst das Essen sei sehr gut: "Ich bin von Haus aus sehr verwöhnt."

Seine Frau und sein 17-jähriger Sohn wohnen im nordfriesischen Garding, Blank lebt unter der Woche in einer Wohnung in Hohenaspe. Das habe den Vorteil, dass er nachmittags länger im Büro sei, darauf habe auch das dann selbst noch aktive Kollegium einen Anspruch. Sieben Stunden in der Woche - mehr, als er müsste - lehrt Blank im Fach Wirtschaft und Politik, "weil ich gern unterrichte". Sollte sich Freizeit ergeben, will er sie nutzen mit Radfahren und Lesen - Letzeres insbesondere zu geschichtlichen Themen.

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von
erstellt am 18.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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