zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 01:33 Uhr

Wacken Music Camp : Nach dem WOA ist vor dem WMC

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dort, wo bis vor wenigen Tagen Heavy Metal erklang, proben jetzt 100 Jugendliche: beim Wacken Music Camp.

Eben noch wurde auf den Bühnen in Wacken umjubelt gerockt, jetzt sind die Nachwuchsmusiker an der Reihe – auch in diesem Jahr gibt es eine Woche nach dem Wacken Open Air das Wacken Music Camp (WMC). Von Sonnabend bis Sonntag, 13. bis 21. August, kommen auf dem WOA-Festivalgelände wieder 100 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zusammen, um in einem einwöchigen Workshop ihre eigene Musik zu machen und weiter zu entwickeln.

Im dritten Jahr sind in der „Kuhle”, dem heutigen Band- und VIP-Bereich des Festivals, in dem früher die Konzerte stattgefunden haben, noch ein paar Plätze frei. Mitmachen kann jeder Musikinteressierte, ob mit oder ohne Instrumental- oder Gesangskenntnisse. „Überwiegend machen einzelne Musiker mit, aber auch ein paar Bands sind dabei, etwa eine aus Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Veranstalter Enno Heymann.

„Das Angebot hat sich als sehr positiv heraus gestellt. Deshalb gibt es nur kleine Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren.“

Zusammen proben werden die jungen Musiker in Übungsräumen des „Wacken Campus“. Der Campus befindet sich in der Grundschule Wacken, wo die Teilnehmer Instrumentalunterricht sowie Bandcoaching erhalten. Zwölf Proben- und Bandräume sind dort mit Instrumenten und dem kompletten Equipment, mit E-Drums, Verstärkern, Keyboards und Gesangsanlagen ausgestattet, die zur Produktion einer CD notwendig sind. Viel dreht sich beim gemeinsamen Musikmachen in dieser Umgebung natürlich um Heavy-Metal und Hardrock, aber es sind alle Stilrichtungen möglich – ob Folk, Pagan oder auch Singer/Songwriter-Musik mit Rock- oder „klassischen” Instrumenten. Coaches unterstützen die Teilnehmer bei der idealen Bandzusammensetzung, teilen sie in Gruppen und je nach Stilrichtung in Bands ein, die gemeinsam mit anderen „handgemachte” Musik machen.

So nimmt sich Timo Kotipelto von der finnischen Power Metal-Band „Stratovarius“ von Montag bis Freitag für die Nachwuchsmusiker Zeit. „Es gibt auch ein Jugend-Camp in Finnland“, sagt Enno Heymann. „Da wollen wir einen Jugendaustausch mit Besuchen und Gegenbesuchen hinbekommen.“ Geschlafen wird in schwarzen Pfadfinder-Jurten, die mit Feldbetten ausgestattet sind. Es gibt ausreichend Sanitär- und Duschanlagen, gegessen wird gemeinsam im Crew-Cateringzelt.

Auch Inklusion und Musik gehen dabei Hand in Hand – das Camp steht auch für Jugendliche mit Behinderung offen, denn Musik sei eine verbindende und universelle Sprache, die für jeden zugänglich sein soll. Wichtig seien die „nachhaltigen Geschichten“, so Heymann. Ähnliches werde auch beim „Metal Winter Wonderland“ in Bayern gemacht, an dem eine Band teilgenommen hat, die nun in Wacken dabei ist.

Und was Teilnehmer gelernt haben, zeigen sie am Ende des Camps: Dann wird ein Konzert stattfinden, bei dem jeder die selbstgeschriebenen Songs der Band unter professionellen Bedingungen in der Sporthalle auf dem „Wacken Campus“ präsentieren kann. Mal sehen, welcher der Teilnehmer in den nächsten Jahren einmal auf der Hauptbühne vom Wacken Open Air steht.

>Anmeldung bei Enno Heymann, 04621/382824 oder 01724047966; Infos auch im Internet: www.wacken-music-camp.de.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Aug.2016 | 05:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen