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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 10:58 Uhr

Kleinkunst in Glückstadt : Musik und Zauberei

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erstes Festival am Hafenkopf für Nachwuchskünstler. Auftaktveranstaltung für weitere Events dieser Art.

Große Kunst beim Kleinkunstfestival am Hafenkopf. Viel Musikalisches, Lustiges, Literarisches und Kino am Abend – mit einem musikalischen Rundumschlag nahm das erste Kleinkunstfestival in Glückstadt seinen Anfang. Gesang stand im Mittelpunkt. Hinzu kam ein Fiedler aus Leidenschaft, Gitarrenmusik, aber auch eine Zaubershow und eine Lesung mit Arne Tiedemann. Erinnerungen an seine Schulzeit in Glückstadt hat der Autor in seinem Buch „Endlich 40 – das war mein Leben“ verarbeitet.

Und weil das Programm so bunt war, war es auch das Publikum. Familien mit Oma, Kind und Hund hatten sich auf den Hafentreppen genauso niedergelassen wie verliebte Pärchen oder Senioren, die sich hier einen gemütlichen Sommernachmittag gönnten. Die Gäste kamen nicht nur aus Glückstadt oder aus der Umgebung. Selbst aus Hamburg waren Besucher angereist.

„Wir haben gehört, dass eine ehemalige Arbeitskollegin hier auftritt und wollten einfach mal schauen“, erklärten Inga Hiltner und Heike Athner. Sie lobten die bunte Mischung, die das Festival bot, und genossen die Sonne am Hafen. Auch Jackie und Dietrich Niesitka waren aus Hamburg nach Glückstadt gekommen, um die Tochter auf der Bühne zu sehen. Diese war Teil des Duos „Sleeping Ruby“, das gleich zu Beginn des Festivals eine überzeugende Gesangsshow ablieferte, die vom Publikum zu Recht begeistert beklatscht wurde. „Wir finden es toll, dass hier jeder die Möglichkeit bekommt, sich mal auf der Bühne zu präsentieren“, lobte Jackie Niesitka das Konzept.

Mit dieser Idee hat Organisator Henning Plotz offenbar genau den Geschmack des Publikums getroffen. „Die Stimmung ist toll, das Wetter spielt mit, es läuft einfach gut“, freute sich der Gastronom. Mit den Akteuren konnte in diesem Jahr ein eineinhalbtägiges Programm gestaltet werden. „Das ist ein guter Anfang“, sagte Plotz. „Mein Ziel ist es, die Leute mit einem vielfältigen über das Jahr verteilten Veranstaltungsreigen nach Glückstadt zu holen“, erklärte er. Den Glückstädter Kultursommer will er auch in den kommenden Jahren veranstalten.

„Ihr könnt euch gern schon jetzt bei Henning melden, wenn ihr euch einen Auftritt beim Kleinkunstfestival im nächsten Jahr vorstellen könnt“, forderte somit auch Kathrin Manzoni auf, die das Festival am Sonnabend moderierte.

Das war wohl das Besondere an diesem Wochenende: Jeder konnte hier zeigen, was er drauf hatte. Die Sänger waren genauso beliebt wie der Hobbyzauberer. Alle bekamen ihren Applaus, auch, wenn mal was nicht so klappte, wie geplant. Allein der Mut, sich auf die Bühne zu wagen und seine Kunst zu präsentieren, wurde vom Publikum entsprechend gewürdigt.

Auf der Bühne standen viele kleine und große Künstler, die ihre Chance nutzten und mitunter das erste Mal auf einer Bühne vor Publikum auftraten. Je nach Musikstil klatschte oder schunkelte das Publikum mit oder genoss die nicht-musikalischen Darbietungen. Die Sonne spiegelte sich im Hafenbecken, die Stimmung war entspannt und ausgelassen bis am Sonnabendabend das Sommerkino mit dem Film „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling den Tag beschloss.

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