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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 09:43 Uhr

Karriere : „Musik ist einfach ein Herzensöffner“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Jahr nach „Voice of Germany“ freut sich Sängerin Ute Ullrich über viele Auftritte und ihre neue CD.

„Einfach cool: Ich habe alles richtig gemacht.“ Ein Jahr nach ihrer Teilnahme bei der Castingshow „Voice of Germany“ sprüht Ute Ullrich auf die Frage, wie es ihr heute gehe, nur so vor Lebensfreude. Die 54 Jahre alte Sängerin aus der Wilstermarsch hatte es im vergangenen Jahr bis in die Battles geschafft. Über mangelnde Auftrittsgelegenheiten kann sie seit einem deutlich gestiegenen Bekanntheitsgrad nicht klagen. In dieser Woche gastierte sie in Florenz, wo sie eine Hochzeitsgesellschaft unterhielt. Parallel arbeitet sie seit Monaten an ihrer dritten CD. Auch in der Region ist sie inzwischen zu einer festen Größe im Musikgeschäft geworden. Ob Itzehoer Kulturnacht, Glückstädter Matjeswochen oder eine MTV-Party in Wilster: Ute Ullrich freut sich über eine immer größere Fangemeinde. „Ich habe auch immer wieder aus ganz Deutschland Anfragen, ob ich bei Hochzeiten oder Geburtstagen auftrete.“

Neben ihren musikalischen Aktivitäten ist sie vor allem darüber begeistert, so viele Menschen kennen gelernt zu haben. „Voice hat mir wirklich ganz toll geholfen. Auch viele Frauen schrieben mich an und wollten wissen, wie ich das gemacht habe.“ Ute Ullrich war damals die wohl mit Abstand älteste Kandidatin auf der Bühne. Und trotz mehr als 30-jähriger Erfahrung: „So viel Lampenfieber wie bei Voice hatte ich noch nie.“ Es sei allerdings auch die einzige Show dieser Art gewesen, die für sie überhaupt in Frage gekommen wäre. Aber selbst für die Bewerbung brauchte sie einige Jahre Anlaufzeit. „Da ging mit mir doch ein bisschen die Angst durch. Aber das passt auch zu mir“, lacht sie.

Vom Voice-Team schwärmt sie noch heute: „Das sind alles ganz liebe Leute.“ Und zu einer Reihe der damaligen Mitbewerber pflegt sie über eine Facebook-Gruppe bis heute regen Kontakt. „Der Alex hat mit mir telefoniert, ob wir nicht mal zusammen ein Konzert machen wollen“, macht die Sängerin klar, dass es in der Musik keine Frage des Alters gibt. Alex ist 18. Zu gern hätte sie mit der Voice-Truppe auch ein Konzert im Theater Itzehoe gegeben. „Wegen der Termine dort muss das aber auf Jahre im voraus geplant werden.“

Neben ihren vielen Auftritten – demnächst in Itzehoe und im November auch wieder in Wilster – hat Ute Ullrich ihre neue CD in Arbeit. „Elf Lieder sind schon fertig, nur eins fehlt noch.“ Wenn alles glatt läuft, soll die Scheibe Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Gemeinsam mit zwei jungen Musikern wird die Sängerin dann zwölf Stücke präsentieren. Alle deutschen Texte hat sie selbst geschrieben. Die Bandbreite reicht von Balladen über Reggae bis HipHop. „Es ist ein bunter Mix von allem. In meinem Alter will ich mich auf keinen Stil mehr festlegen lassen.“ Was Experimentierfreude mit einschließt: So nimmt Ute Ullrich ein und dasselbe Lied gleich in zwei Versionen auf: einmal im Reggae-Rhythmus und dann nochmal in einer HipHop-Fassung.

Ihre Fangemeinde, so berichtet sie, fiebere der neuen CD schon entgegen. „Und ich habe das Gefühl, ich werde von CD zu CD besser“, ist auch Ute Ullrich von einem großen Wurf überzeugt. „Musik ist einfach ein Herzensöffner“, freut sich die Sängerin ohnehin immer wieder auf neue Herausforderungen.

Aber auch sonst ist sie voller Zukunftspläne. Mit den Itzehoern Martin Altmann (Bass) und Richard Rossbach (Piano) will sie ein Trio gründen. „Endlich mal wieder mit Band spielen. Dann können wir auch mal in Clubs auftreten“, ist Ute Ullrich voller Vorfreude auf ein erweitertes musikalisches Spektrum. „Das hat mir echt viel gebracht. Allein schon wegen der guten Referenzen“, hat sie das Voice-Gastspiel jedenfalls nie bereut. Auch das Sendedatum ihres letzten Auftritts vor einem Millionenpublikum wird sie nie vergessen. Es war der 13. November 2015, der Tag der Attentate von Paris. An diesem Tag flog sie aus den Battles. Die Freude über ihr Voice-Gastspiel überwiegt allerdings die Erinnerungen an die schrecklichen Ereignisse von Frankreich bei weitem.

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erstellt am 24.Sep.2016 | 07:00 Uhr

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