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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 21:11 Uhr

Ottenbuettel : Mühlenbach fließt künftig 40 Meter durchs Rohr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auf der Brückenbaustelle der L127 kam gestern ein Riesenkran zum Einsatz. Arbeiten sind voll im Zeitplan.

Das Wetter spielt mit – die Brückenbauarbeiten an der Landesstraße 127 in Höhe Ottenbüttel liegen voll im Zeitplan. Reibungslos verlief gestern auch das Einsetzen eines 40 Meter langen Wellstahlrohrs durch das der Mühlenbach künftig unter der Straße hindurchgeleitet wird.

Das bisherige Stahlbetonrohr war über die Jahre marode geworden, musste ersetzt werden. Das zwei Meter hohe und drei Meter breite Betonrohr war zu Beginn der Bauarbeiten Mitte August herausgehoben worden. Zuvor hatte der Bach umgeleitet werden müssen – durch ein 80-Zentimeter breites Kunststoffrohr. Da es in der vergangenen Woche wenig regnete, klappte auch das problemlos. „Sonst wird der Mühlenbach schon mal regelrecht zum reißenden Bach“, erzählt Peter Tabbert, Bauleiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, von den Beobachtungen in der regenreichen Zeit vor Baustart.

Die trockenere Phase ermöglichte es den Mitarbeitern der Baufirma Strabag um Bauleiter Björn Looft und Schachtmeister Jürgen Paltian, die Sohle ungestört herzustellen. Zwei bis drei Tage wurden schließlich noch benötigt, um das Rohr – vier bis sechs Millimeter starker Stahl – vor Ort zusammenzusetzen, das auf Wunsch der Naturschutzbehörde mit Eichebohlen zur Otter-Querung versehen ist. Gestern Morgen um 8 Uhr war es dann so weit, ein 300-Tonnen-Kran nahm das zirka 13 Tonnen schwere Wellstahlrohr an den Haken, ließ es über die Bäume hinweg schweben und setzte es in die Baugrube ein. Auch dafür herrschten bei völliger Windstille beste Voraussetzungen. Nach 20 Minuten war es geschafft und zeigte auch einen Vorteil dieser Rohr-Variante: der kürzere Zeitfaktor. Ein Betonrohr zu verlegen hätte aufgrund des Materials weitaus länger gedauert. Jetzt lag mehr Zeitaufwand in der Vorbereitung der Baustelle – aufgrund der Versorgungsleitungen im Bankettenbereich. Deren Anzahl wird immer größer, mittlerweile ein riesiges Paket – von Telekommunikation über Gas- und Stromleitungen bis hin zu Glasfaserkabel. Alle Versorger müssen im Vorfeld angeschrieben werden, die sich dann auch kümmern müssen. Doch nicht immer liege eine Leitung exakt dort wo sie angegeben wird, manche sind auch gar nicht verzeichnet. Im Ottenbütteler Baustellenbereich wurden die Leitungen für die Bauphase unter der Grube durch gedückert.

Nun geht es daran, quasi wieder zum Ursprung zurückzukehren, die Baugrube wieder zu verfüllen und die Überbrückung schließlich mit der Asphaltfahrbahn abzuschließen. „Unser Ziel Vollsperrung der Landesstraße bis 2. September, passt wie geplant“, betonte Kai-Uwe Schacht, Leiter der Itzehoer Niederlassung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr. „Sehr schön; ich bin zufrieden, dass alles so klappt.“

„Am 2. September werden wir allerdings noch nicht komplett fertig sein“, fügte er hinzu. Der Verkehr wird einspurig – per Ampel geregelt – durch die Baustelle geführt. Einfassungen und Pflasterarbeiten werden danach noch anstehen, mit der kompletten Fertigstellung wird bis spätestens 30. September gerechnet. „Je früher, desto besser“, so Schacht. Wenn das Wetter weiter mitspielt, dürfte das kein Problem werden. „Wir haben bisher großes Glück gehabt.“ Bewusst war die Baumaßnahme, die insgesamt etwa 235000 Euro kostet, in die Ferien gelegt worden – zum einen wegen des geringeren Verkehrsaufkommens, zum anderen damit der Schulbus keine Umwege fahren muss.

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erstellt am 28.Aug.2016 | 08:24 Uhr

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