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Norddeutsche Rundschau

30. Juli 2016 | 09:16 Uhr

Zukunftsprojekt : Mitdenken, mitreden, mitgestalten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Stadtteilbeirat für Glückstadt-Nord ist gewählt. Das Gremium stimmt über die Vergabe des Verfügungsfonds ab.

„Wir wollen, dass Sie mit Einfluss nehmen und ein Sprachrohr für den Stadtteil sind“, sagte Olga Schill. „Sie sollen mitdenken, mitreden und mitgestalten.“ Deshalb ließen die Quartiersmanagerin und ihre Chefin Anette Quast, Geschäftsführerin von „tollerort“, bei der Auftaktveranstaltung Soziale Stadtteilentwicklung in der Elbschule einen Stadtteilbeirat wählen. Knapp 30 Personen kamen in die Pausenhalle der Elbschule, um mitzuwirken und sich über die Zukunft von Glückstadt-Nord zu informieren.

Im neuen Beirat werden alle Pläne, die den Stadtteil betreffen, vorgestellt und diskutiert. Die Mitglieder des Gremiums sollen sich gegenseitig informieren, Kontakte fördern und ein Netzwerk aufbauen. Der Stadtteilbeirat setzt sich zusammen aus acht Bewohnern sowie sieben Vertretern von Einrichtungen. Die Suche nach Kandidaten für das Amt dauerte allerdings etwas. Einige der Bewohner Glückstadt-Nords hatten zwar schon mit dem Gedanken gespielt, im Beirat mitzuwirken, sich jedoch noch nicht entschieden. Letztendlich stellten sich neun Männer und Frauen zur Wahl. Jeder der Anwesenden hatte fünf Stimmen zu vergeben. Sie wählten dabei offen, an eine Tafel klebten die Nord-Glückstädter Punkte neben die Namen ihrer Favoriten.

„Ich will, dass der Stadtteil Nord schöner wird. Daran möchte ich mitarbeiten“, sagte Mohammad Fathi. Der 17-Jährige ist jetzt im Gremium. Neben ihm wählten die Bewohner Glückstadt-Nords ebenfalls Omat Abkurdi, Thomas Fritz, Christian Wenzel, Herma Mertens, Heiner Hartz, Marc-Andre Duffeck sowie Mehmed Husejinovic. Zum stellvertretenden Mitglied wurde Wilhelm Hoppe. Marion Schink vom Familienzentrum vertritt im Gremium die sozialen Einrichtungen in freier Trägerschaft: „Ich stehe so schon viel im Kontakt mit dem Quartiersmanagement, aber ich möchte mich noch stärker einbringen.“ Für das Jugendforum setzt sich Jane Hennings in Zukunft ein. Die Wahl der Vertreterin für religiöse Institutionen fiel auf Alexandra Avermiddig. „Auch die Kirche sieht die Probleme“, so die berufliche Gemeindereferentin der katholischen Kirche, darum wolle sie sich hier besonders engagieren. Den Seniorenbeirat repräsentiert Friedrich Seitzinger. Die Schulen und die Kindertagesstätte vertritt jeweils eine Delegation. Der Sprecher für die Wohnungswirtschaft und die privaten Wohnungsvermieter steht noch nicht fest.

Unterstützt wird der Stadtteilbeirat durch je einen Repräsentanten der in der Stadtvertretung arbeitenden Fraktionen. Auch Bauamtsleiter Lüder Busch wirkt für die Stadtverwaltung im Gremium mit, jedoch ohne Stimmrecht. Ebenso wie Quartiersmanagerin Olga Schill. Da das genaue Sanierungsgebiet noch nicht fest steht, ist auch der Vertreter des Sanierungsträgers noch unbekannt.

Der Stadtteilbeirat trifft sich künftig vier Mal im Jahr für zirka zwei Stunden. Bei diesen Sitzungen wird auch darüber abgestimmt, welche Projekte mit dem Verfügungsfonds von voraussichtlich 20  000 Euro gefördert werden sollen. „Das Geld geht an Vorhaben, die der Allgemeinheit dienen“, erläuterte Olga Schill. Das können Fahrradwerkstätten, Kinderfeste oder Nähgruppen sein. „Wer also eine Idee hat, beantragt den Fonds und der Stadtteilbeirat stimmt ab, ob die Geldmittel zur Verfügung gestellt werden“, fügte sie hinzu und bot Hilfe beim Beantragen der Mittel ab.

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