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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Mit Vielfalt gegen die Einfalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadt beteiligt sich zum dritten Mal bei der Interkulturellen Woche / Auftakt am Sonntag mit Neubürgerempfang

Als Gleichstellungsbeauftragte hat Karin Lewandowski schon lange Kontakt mit Migrantinnen. Als Christin sagt sie: „Flüchtlinge sind unsere Nächsten.“ Deshalb ist sie froh, dass es in Itzehoe die Interkulturelle Woche gibt: „Genau das richtige Zeichen.“ Vom 25. September bis zum 3. Oktober beteiligt sich die Stadt zum dritten Mal an der Aktion unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“

Bunt sei das Programm in diesen neun Tagen, sagt Andreas Koeppen, Bürgermeister und erneut Schirmherr: „Es ist ein guter und schöner Anlass, dass wir uns ungezwungen austauschen.“ Dabei müsse sie in Itzehoe nicht um Mitstreiter bitten, freut sich Karin Lewandowski. Die Zusammenarbeit mit den „großen Vier“ Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Volkshochschule und türkisch-islamischer Kulturverein sei eingespielt.

So gehe es in Vorträgen und Informationsveranstaltungen an der VHS vor allem darum, dass nicht über die Menschen gesprochen werde, sondern sie selbst zu Wort kommen, sagt Leiterin Corinna Ahrens-Gravert. Ganz ähnlich ist mit Ausstellungen und verschiedenen Aktionen der Ansatz von Caritas und Arbeiterwohlfahrt, zudem lädt das Awo-Beratungsteam gegen Rechtsextremismus zu einer Diskussion über rassistische Angriffe ein. Kurzfristig hinzugekommen – und daher nicht auf dem Flyer zu finden – ist eine Aktion des Evangelischen Familienzentrums: Die Fahrradwerkstatt zieht um in die Wilhelmstraße 4 und wird dort am Freitag, 30. September, um 12 Uhr eingeweiht. Wer ein Kinderrad oder einen Helm spendet, darf mitfeiern – die Ortsgrünen wollen dafür gesondert werben.

Eröffnet wird die Interkulturelle Woche am Sonntag, 25. September, mit dem Neubürgerempfang ab 11.30 Uhr im Historischen Rathaus. Neugeborene und ihre Eltern sind ebenso willkommen wie Flüchtlinge, aber auch Zugezogene. Denn von ihnen, so Bürgervorsteher Heinz Köhnke, geht ein besonderes Signal aus: „Wir sind keine sterbende Stadt, das sind Leute, die begeistert sind von der Stadt.“ Danken wollen Koeppen und Köhnke mit dem Empfang denjenigen, die sich – ob haupt- oder ehrenamtlich – für Flüchtlinge engagieren. Und für die Neubürger sind Vertreter vieler Institutionen als Ansprechpartner dabei. „Diese Kombination ist gut“, sagt Köhnke. „Das ist Willkommenskultur pur.“

Zum Abschluss der Interkulturellen Woche veranstaltet die türkisch-islamische Gemeinde am Montag, 3. Oktober, ab 11 Uhr einen Tag der offenen Tür in der Moschee am Bahnhof. Gut so, findet Koeppen: „Wir müssen versuchen, gemeinsam ein Volk zu werden.“ Da gebe es viele gute Erfahrungen, berichtet Bülent Özsimsek vom Moscheeverein. Viele kämen und bemühten sich sehr, Deutsch zu lernen – „das ist der Weg, sich zu integrieren“.
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Programm unter www.interkulturellewoche.de, „Veranstaltungen“.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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