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Norddeutsche Rundschau

19. Februar 2017 | 17:48 Uhr

SPlash Diving Contest : Mit Schmackes ins Wasser

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Arschbombenwettbewerb“ im Brockdorfer Freibad: 18 Wagemutige lassen sich bei ihren Sprüngen von Wind und Wetter nicht irritieren.

Absprung, Pirouette in der Luft, dann Beine anziehen und mit einem möglichst großen „Platsch“ unter einer Fontäne im Wasser verschwinden: Im Freibad in Brokdorf war erstmals ein „Splash Dive Contest“ angesagt, der auch plump als „Arschbombenwettbewerb“ umschrieben werden kann.

Trotz bedeckten Himmels, Wind und Temperaturen unter 20 Grad traten 18 wackere Teilnehmer zwischen vier und 20 Jahren an. „Für das Ziel, so viel Wasser wie möglich zu verdrängen und Wellen und Spritzer zu erzeugen, haben sie sich ordentlich ins Zeug gelegt“, freute sich Organisator Olaf Stahl.

Gesprungen wurde aus drei oder fünf Metern Höhe. Unter den Augen der vierköpfigen Jury aus Schwimmmeister Lutz Stüven, Dietmar Ratke (zweiter Vorsitzender vom SV Brokdorf), Bettina Sierth (SV Brokdorf) und Bürgermeisterin Elke Göttsche gab es zunächst zwei Durchgänge.

Jeder einzelne Sprung wurde von ihnen mit Punkten von eins (schwach) bis zehn (spitze) bewertet und daraus der Durchschnitt ermittelt. Im dritten Durchgang ging es um den spektakulärsten Sprung. Hier legten sich die Teilnehmer noch einmal mächtig ins Zeug und boten alles vom Kopfsprung mit eingedrehter Pirouette über Mehrfachsalti bis hin zur plumpen Arschbombe.

Das gefiel auch der Jury. So sagte Bürgermeisterin Elke Göttsche: „Es sind kraftvolle, spektakuläre Sprünge. Und die Damen stehen den Herren in nichts nach. Ich bewundere sie alle für ihren Mut.“

Ein Teilnehmer, der mit teilweise akrobatischen Sprüngen begeisterte, war beispielsweise Henry Fuchs (11) aus Nordenham. „Ich habe nicht besonders geübt, aber ich springe gerne vom Sprungturm. Auch Trampolinspringen macht mir Spaß.“ Deshalb waren seine Sprünge wohl auch überwiegend über Kopf und integrierten Schrauben und „Anker“ (angezogene Beine).

Christian Kazocius (18) aus St. Margarethen wagte sich sogar an einen Rückwärtssalto. „Wie ich abschneide, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, ich kann mitmachen. Das macht am meisten Spaß.“ Er gewann hinterher immerhin das Wettrutschen.

Unterteilt waren die Teilnehmer in zwei Klassen den unter Zwölfjährigen (U12) und den Über-Zwölf-Jährigen (Ü12). Als Preise lockten für die ersten drei Mediamarkt-Gutscheine und Duschgel, für die U12-Jährigen Gutscheine für den Eisladen (Eiscafé Rialto) im Wilster (von 5 bis 15 Euro). Für den spektakulärsten Sprung ließ Ingo Engelbrecht, Inhaber vom Rewemarkt Brokdorf, einen Gutschein über 20 Euro springen. „Wir hätten uns natürlich mehr Teilnehmer erhofft und besseres Wetter“, sagte Olaf Stahl, „aber für die Verhältnisse war die Teilnahme schon ganz gut.“

Im Anschluss an den Sprungwettbewerb veranstaltete das Freibad dann noch, da alle sich ja gerade warm gesprungen hatten, einen Wettbewerb im Wettrutschen auf der 101 Meter langen Rutsche, in dem es um die Geschwindigkeit ging. Auch hier gab es Preise für die ersten drei, und zwar einen Gutschein für den Kiosk.

Auf die Idee mit dem Sprungwettbewerb war er gekommen, weil es in Krempe eine ähnliche Veranstaltung gebe, die sehr erfolgreich sei. „Nach diesem Mal werden wir es im kommenden Jahr auch wiederholen“, kündigte Olaf Stahl an. Dann allerdings etwas spektakulärer: „Ich würde es gerne als Abendveranstaltung im Dunkeln und ausgeleuchtet ausrichten.“

 

 


>Ergebnisse: Wettrutschen: Christian Kazocius (15,7 Sekunden) vor Mascha Beetz (16,0) und 3. Maja Stüven (16,2). Springen, unter 12 Jahre: 1. Henry Fuchs (72 Punkte/höhere Einzelwertung), 2. Antonius Reich (72), 3. Benedikt Reich (68). Springen, über 12 Jahre: 1. Morten Lange (70), 2. Stephan Nagel (69), 3. Chris Wiedemann (67). Spektakulärster Sprung: 1. Chris Wiedemann.

 

 

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