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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 05:30 Uhr

Mit Nili Masal in den Sumpf organisierter Kriminalität

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Brokdorfer Autor Manfred Eisner präsentiert seinen neuen Roman „Im Januar trug Natasha Rot“

„Im Januar trug Natasha Rot“ ist Titel des zweiten Kriminalromans und bislang fünften Werkes des Brokdorfer Autors Manfred Eisner. Gleichzeitig ist er Auftakt eines Jahreszyklus’. Manfred Eisner hat sich vorgenommen, zwölf Kriminalromane zu schreiben, für jeden Monat einen. In „Im Januar trug Natasha Rot“ setzt sich der 81-Jährige erneut mit internationaler Bandenkriminalität auseinander. War es in „Im Bann der bitteren Blätter“ die spannende Verbrecherjagd im Drogenmilieu, so lässt Eisner seine Protagonistin Nili Masal nun in einen mysteriösen, aufregenden Fall von Zwangsprostitution ermitteln.

In seinem Krimi nimmt der Autor den Leser mit auf eine Berg- und Talfahrt der Gefühle, lässt ihn mit sprachlicher Gewandtheit eintauchen in einen wahren Sündenpfuhl organisierter Kriminalität. Orte des Geschehens: Flensburg, die Landeshauptstadt Kiel und ein Segelschiff. Der in der Wilstermarsch aufgewachsenen LKA-Ermittlerin Nili Masal und ihrem Team gelingt es, nach und nach üble Machenschaften aufzudecken – von Menschenhandel mit osteuropäischen jugendlichen Mädchen, die unter anderem zur Prostitution in einem Flensburger Nachtclub gezwungen werden, über Erpressung bis hin zu Geldwäsche und Mord. Vor nichts scheint der gewissenlose Drahtzieher des Geschehens zurückzuschrecken.

Autor Manfred Eisner scheut sich dabei nicht, in seinem Vorwort Kritik an politischen Entscheidungen der rot-grünen Koalition unter Bundeskanzler Gerhard Schröder zu üben. Das 2002 entstandene Prostitutions-Liberalisierungsgesetz habe das damit verbundene, erhoffte Ziel verfehlt – und seiner Meinung nach auf fataler Weise Menschenhändlern Tür und Tor geöffnet, weibliche Minderjährige nach Deutschland einzuschleusen und zur Prostitution zu zwingen. „Zwangsprostitution ist etwas, was ich als besonders grauenvoll empfinde“, sagt Manfred Eisner. Darum hat er sich mit dem Thema auseinander gesetzt.

Hauptsächlich recherchierte Eisner im Internet, für die Beschreibung der Obduktion einer Leiche aber erhielt er durch eine Nachbarin die Möglichkeit, an einem Informationsvormittag für Polizeischüler und Rechtsanwälte bei der Gerichtsmedizin der Uni-Klinik Eppendorf in Hamburg teilzunehmen. Gerade Beschreibungen wie jene aus dem Bereich Pathologie und Toxikologie müssen fundiert sein, betont der gelernte Diplom-Ingenieur. Er habe seine Darstellung auch noch einmal checken lassen, um sich Irrtümer zu ersparen. Entsprechend ist er bereits dabei, für seinen nächsten Kriminalroman zu recherchieren. Dann, so erzählt er, wird Nili Masal wieder voll in der Wilstermarsch auf Spurensuche gehen. „Aber ich werde sie auch wieder ins Ausland schicken!“, kündigt Eisner an.

Der Leser darf gespannt sein – auf die Thematik ebenso wie auf die Gestaltung des Buches. „Ich hab die Bilder immer im Kopf“, erzählt er. So findet sich auf dem Titel zu „Im Januar trug Natasha Rot“ das Gesicht einer Frau, das Werk einer Freundin, die Hobbymalerin ist. Von seinen Fans schon erwartet werden am Schluss des Buches Rezepte zu Gerichten, die der Autor im Roman erwähnt. Im aktuellen Krimi beispielsweise die Salenas de Carne (gefüllt Teigtaschen). „Einige haben die Rezepte aus meinen Büchern nachgekocht. Ich habe begeisterte Kommentare erhalten“, fügt der Autor schmunzelnd hinzu.

Überhaupt berührt es ihn, dass er für seine Romane bisher viel Zuspruch erfuhr. „Ich freue mich sehr, dass die Bücher so gut ankommen“, sagt er. „Meine härteste Kritikerin“, so erzählt er lächelnd, „ist meine Frau – schon beim Schreiben.“ 
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Kriminalroman „Im Januar trug Natasha Rot“. Taschenbuch erschienen im Engelsdorfer Verlag, 350 Seiten, 18 Euro, ISBN: 978-3-96008-421-1

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erstellt am 30.Aug.2016 | 16:17 Uhr

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