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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 02:55 Uhr

Heike Denzau : Mit Lyn Harms in die „Dunkle Marsch“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der neueste Roman der Wewelsflether Autorin Heike Denzau kommt am 22. September raus. Premierenlesung am 11. Oktober in Itzehoe.

„Es ist immer wieder aufregend“, sagt Heike Denzau. Die Wewelsflether Autorin hält ihren neusten Lyn-Harms-Krimi in Händen. Ihre Fans können ihn ab Donnerstag, 22. September, lesen. Dann kommt „Dunkle Marsch“ (Emons-Verlag) in den Handel. Premierenlesung wird Dienstag, 11.Oktober, um 19.30 Uhr wie gewohnt in der Itzehoer Buchhandlung Heymann sein. „Es gibt noch Restkarten, die Lesung ist schon fast ausgebucht.“ Alternativ bietet sich die Lesung am Folgetag an: Mittwoch, 12. Oktober, um 19 Uhr in der Gaststätte der Mehrzweckhalle Wewelsfleth. Weitere Lesungen sind geplant gemeinsam mit Autorin Anja Marschall aus Wewelsfleth am 3. Oktober bei den Nordsee-Krimi-Tagen in St. Peter-Ording sowie mit dem Lübecker Autor Jobst Schlennstedt am 4. November im Hamburger Speicherstadtmuseum.

Von ihren Fans wird der fünfte Krimi nach „Die Tote am Deich“, „Marschfeuer“, „Tod in Wacken“ und „Schwarze Elbe“ schon sehnsüchtig erwartet – wie ein Blick auf die Facebook- und Web-Seite der Autorin zeigt. Neben dem aktuellen Fall der Kripobeamtin Lyn Harms interessiert auch deren Privatleben. „Da tut sich einiges“, verspricht Heike Denzau lächelnd. „Es herrscht das übliche Chaos.“ Während es in diesen Szenen sehr humorvoll zugeht, nimmt der Fall, an dem Lyn Harms arbeitet, den Leser mit auf die Spuren dunkler Machenschaften.

Diesmal geht es um den Giftmord an einen Journalisten, der kurz zuvor einen Kuchen auf einer Charity-Veranstaltung auf dem fiktiven Gut Wenckenberg in Itzehoe – gegenüber Amönenhöhe angesiedelt – gegessen hat. Lynn und ihr Kollegenteam ermitteln und sind sich bald gar nicht mehr so sicher, dass der Anschlag dem Journalisten galt. Viele Geheimnisse um die Familie Wenckenberg und die 90-jährigen Patriarchin Clara, die sich stark für behinderte Menschen im Kreis Steinburg einsetzen, offenbaren sich. Immer wieder gibt es Rückblenden in den zweiten Weltkrieg: Erinnerungen Claras an ihre Kindheit und ihre Schwester, ein Kind mit Down-Syndrom. Lynn Harms hat viel damit zu tun, sich durch Andeutungen und potentielle Verdächtige voranzuarbeiten.

Die Idee zur Krimi-Handlung reifte in Heike Denzau, nachdem sie im Internet einen Bericht über eine alte Frau mit Down-Syndrom gelesen hatte. „Der Titel ‚Die Frau, die es nicht geben durfte‘, hat mich sehr berührt, weil meine Nichte Kristina auch das Down-Syndrom hat“, erzählt die Autorin. Der Bericht war erschütternd. Die Frau war nur durch Zufall dem Euthanasieprogramm der Nazis entkommen. Das hat Heike Denzau dazu bewegt, die Thematik aufzugreifen. Die weitere Recherche über Euthansie im zweiten Weltkrieg sei oft sehr aufwühlend gewesen. Und für sie ist klar: „Das ist einmal mehr Grund darauf zu achten, dass Menschen mit rechter Gesinnung nie wieder an die Macht kommen.“ Das Buch hat die Autorin übrigens ihrer Nichte Kristina (27) mit den Worten gewidmet: „In Dankbarkeit dafür, dass du sein darfst, wie du bist. Denn genau so lieben wir dich, Krissi.“

Momentan schreibt die Wewelsflether Autorin an ihrem nächsten Liebesroman für den Knaur-Verlag, der 2018 erscheinen wird. Und auch eine Idee für den nächsten Lyn-Harms-Krimi hat Heike Denzau schon. „Das wird auch richtig spannend – und blutig“, verspricht sie und fügt an ihre Fans gerichtet lachend hinzu: „Lyn wird es, wenn’s nach mir geht, lange geben.“

 

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„Dunkle Marsch“ von Heike Denzau, erscheint am 22. September im Emons-Verlag, Taschenbuch, fast 400 Seiten, zum Preis von 12,90 Euro. ISBN: 978-3-95451-970-5

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erstellt am 19.Sep.2016 | 12:09 Uhr

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