zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Jubiläum : Mit Konzept durch schwierige Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

50 Jahre Grundschule Hennstedt: Große Feier und lobende Worte für eine kleine dörfliche Bildungsstätte.

Wenn das kein gutes Omen ist: Gleich drei Apfelbäumchen erhielt die Grundschule Hennstedt zu ihrem 50. Geburtstag. Mit einem bunten Zeltfest und zahlreichen Gratulanten – darunter Schulrat Arnold Rehder, die ehemalige Schulleiterin Marie-Luise Kuschel und Amtsvorsteher Clemens Preine – wurde ganz groß gefeiert.

Auch wenn seinerzeit nicht jeder einverstanden war mit der Schließung der lieb gewordenen eigenen Dorfschule, nach einem halben Jahrhundert gab es viel Lob und gute Wünsche. Festredner Rehder zollte der Bildungsstätte Hochachtung für die „gut nachbarliche“ Zusammenarbeit mit dem Schulverband Brokstedt und hob den Jahrgang übergreifenden Unterricht in Hennstedt hervor. Das unter Leitung von Schulleiterin Heike Reese und dem Kollegium eingeführte Konzept habe sich zu einem Qualitätsmerkmal entwickelt. „Macht weiter so“, empfahl der Schulrat.

Bürgermeister Klaus Rehder versicherte im Namen der Gemeindevertretung, auch die dritte Schulgeneration zu schaffen. Der Kollege Karsten Beckmann aus Poyenberg räumte anfängliche Skepsis gegenüber dem Schulkonzept ein. „Heute sage ich, das war der richtige Weg für unsere Kinder und unsere kleine gemütliche Schule.“

Alles für den Schulerhalt zu tun, versprach unter tosendem Applaus Frauke Harders-Stäcker. Die Vorsteherin des 1964 gegründeten Schulverbands Hennstedt blickte zurück auf ein halbes Jahrhundert Schulgeschichte, überraschende Erkenntnisse und kluge Entscheidungen. Eingeweiht worden sei das Bauwerk im Februar 1966 – „damals als Ständerbauwerk mit einer Lebenserwartung von 25 Jahren.“ Anders als vorausgesagt, sei die Schule jedoch stabil geblieben und habe erst nach 30 Jahren gründlich saniert werden müssen. „Und sie sieht immer noch jungfräulich aus“, so Harders-Stäcker.

Standfestigkeit bewies die Unterrichtsstätte auch in Zeiten sinkender Schülerzahlen. Vor der Schließung bewahrt habe sie ein Beschluss der Schulverbände Brokstedt und Hennstedt. Gemeinsame Vorbereitungen ermöglichten die 2014 vollzogene Kooperation mit der Grundschule Brokstedt unter Leitung von Elsbeth Glindemann. Krönen konnte Harders-Stäcker ihre positive Bilanz durch die Mitteilung, dass die Schule entgegen statistischer Zahlen wieder wachse. Dazu beigetragen habe auch das „Superkollegium“ unter Leitung von Heike Reese.

Die Schulleiterin antwortete auf das Lob mit einem Dankeschön an den „ganz starken Schulverband“. Vor allem Paul Harder, der aus gesundheitlichen Gründen der Feier nicht beiwohnen konnte, habe in den 80er Jahren sogar in Kiel für die Schule gestritten. In Zeiten der Mindestgrößenverordnung habe das Prinzip der kurzen Wege für kurze Beine durch die Partnerschaft mit der Grundschule Brokstedt bewahrt werden können, dankte sie außerdem den Brokstedtern für die gute Zusammenarbeit.

Elsbeth Glindemann verdeutlichte die Kooperation anhand ihres Apfelbaum-Präsents. Zwei unterschiedliche Apfelsorten gingen aus einer Wurzel hervor, unterstrich sie das Prinzip gleicher pädagogischer Ziele bei jeweiliger Schul-Eigenständigkeit. Mit einem weiteren Apfelbaum dankte Maren Lembrecht, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Hennstedt/Poyenberg, für mehr als 20 Jahre Gastfreundschaft bei Blutspendeterminen. Das dritte Bäumchen überreichten die Elternvertretung und der Förderverein. Zusätzlich hatte der Förderverein einen Tanzworkshop für die Schüler spendiert. Als Höhepunkt der Veranstaltung tanzten die Mädchen und Jungen durch die vergangenen fünf Jahrzehnte. So bunt sei es zur Eröffnung nicht zugegangen, erklärte Marie-Luise Kuschel.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen