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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 18:29 Uhr

Hohenlockstedt erleben : Mit Kartoffeln auf Touristenfang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bettina und Bernd Senne beteiligen sich am Projekt „Hohenlockstedt erleben – historisch, kulinarisch, sympathisch“.

Gemeinsam zum Erfolg – das haben sich die Kooperationspartner des Projektes „Hohenlockstedt erleben – historisch, kulinarisch, sympathisch“ vorgenommen. Die von der Aktivregion Holsteiner Auenland mit 43  000 Euro geförderte Aktion soll mehr Tagesgäste und Urlauber in die Region bringen. Dafür bieten die Partner verschiedene Aktivitäten an, die im Baustein-Prinzip von Besuchern gebucht werden können. In loser Reihenfolge stellen wir die teilnehmenden Betriebe und Personen vor. Zum Abschluss den Kartoffelhof von Bettina und Bernd Senne.

Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Das erfahren Besucher spätestens auf dem Hof von Bernd Senne. Ob Annabel, Bamberger Hörnchen oder Belana – er kennt Unterschiede der verschiedenen Sorten, daneben die Geschichte und die besten Anbauorte. Von seinem umfangreichen Kartoffelwissen sollen künftig auch Gäste profitieren. „Wir wollen Besuchern in Wort und Bild zeigen, dass Kartoffeln zu unserer Region dazugehören“, sagt Bettina Senne. Von dem Projekt „Hohenlockstedt erleben – historisch, kulinarisch, sympathisch“ seien sie deshalb auch schnell überzeugt gewesen. Auf Neuland begibt sich das Ehepaar dabei nicht, schon bisher hatten sie regelmäßig Schulklassen oder Kindergärten in ihrem Betrieb zu Gast. Für künftige Besuchergruppen wird ein Extra-Raum hergerichtet - mit Bänken, Bildern und zahlreichen Schau-Gegenständen. Dies sind die vielen Fundstücke, die beim Pflanzen oder Roden der Kartoffeln auf den Äckern gefunden werden. Darunter befinden sich Versteinerungen, Fossilien, aber immer auch noch Munitionsrückstände aus der Zeit des Lockstedter Lagers vor dem Ersten Weltkrieg. „Wir sind selbst immer gespannt, was wir dort noch alles finden“, sagt Bettina Senne. Auf Wunsch werden den Besuchern auch gekochte Kartoffeln mit Dip serviert. Auch ein Kartoffelschnaps kann mal dabei sein.

„Vom Pflanzen bis auf den Teller - diese Spanne werden wir bieten“, betont Bernd Senne, der auf elf Hektar Fläche seit vielen Jahren Kartoffeln anbaut. Bei Bedarf und Witterung wird er die Besucher auf seine Felder, die gleich hinter seinem Hof beginnen, führen und ihnen auch den Betrieb mit Hofladen, Lagerstätten und Kühlhaus zeigen. Der Landwirt vermarktet seine Kartoffeln überwiegend in der Region, fünf Mal pro Woche ist er mit seinem Lieferwagen auf Tour und fährt Restaurants, Seniorenheime, Markt- und Lebensmittelhändler an. Regelmäßig werden die Kartoffeln auf seinem Hof neu in handliche Beutel verpackt. „Zurzeit gehen vor allem die Drillinge gut“, sagt der Experte. Drillinge sind kleine Kartoffeln verschiedener Sorten, die handverlesen werden. „Diese werden als Süßkartoffeln zu Grünkohl serviert.“

Die Gäste werden auch erfahren, dass Bernd Senne auf Unkrautvernichtungsmittel verzichtet und ganz auf die mechanische Methode setzt. „Auch wenn dabei viel Erde bewegt wird und es Mehrarbeit ist: Es macht Spaß“, sagt Senne. Stundenlang könne er dafür auf dem Traktor sitzen.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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