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Frachtschiff „Maya S“ : Mit frischer Farbe wieder auf Kurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach mehr als zwei Jahren Liegezeit in Wewelsfleth wird die „Anja“ unter anderem Namen und neuer Flagge auslaufen.

Fast scheint es, als hätte die „Maya S“ eben erst an der Schlengelanlage neben dem Wewelsflether Sportboothafen festgemacht. Der 122 Meter lange Massengutfrachter erstrahlt in frischer Farbe, von Bord hallt geschäftiges Treiben. Zuvor lag an gleicher Stelle mehr als zwei Jahre lang ein zwar seetaugliches, äußerlich aber recht verrostetes Schiff in Wartestellung. An Bord sorgte lediglich ein kleine Wachmannschaft dafür, dass sich hier keine ungebetenen Besucher breit machten. Es ist das gleiche Schiff. Nur bis vor kurzem hieß es noch „Anja“.

Die wundersame Wandlung ist, abgesehen von einem Besuch in der benachbarten Peterswerft, einem Investor zu verdanken, der das Schiff aus einer bis dahin lähmenden Konkursmasse heraus erworben hat. Die „Maya S“ läuft nach Informationen unserer Zeitung jetzt für die rumänische United Marine Compea. Neuer Heimathafen ist Giurgiulesti – ein Dorf in Moldawien mit nur rund 3000 Einwohnern, dafür aber dem einzigen Donauhafen des Landes. „Es wird wohl in den nächsten Tagen auslaufen“, schätzt Mark Dethlefs, Chef der Peterswerft. In seinem Betrieb war der Schiffsrumpf mit Hochdruckreiniger vom Rost befreit und dann mit frischer Farbe versehen worden. Daneben gab es ein paar kleinere Reparaturen. Derzeit laufen am Schlengel noch Standproben durch die jetzige Besatzung.

Als „Anja“ war das Schiff im Herbst 2014 nach Wewelsfleth gekommen. Es hatte zuvor im Elbehafen Bützfleth bei einem missglückten Manöver eine Anlegestelle gerammt. Als Ursache wurde damals eine Fehleinschätzung der örtlichen Strömungsverhältnisse vermutet. Da lief die „Anja“ noch unter der Flagge von Curacao. Weil die MS „Anja“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. Reederei KG Insolvenz anmeldete, stand auch das Schiff unter der Obhut eines vom Amtsgericht eingesetzten Verwalters. Seine Bemühungen, einen Käufer zu finden, sind nun offensichtlich von Erfolg gekrönt.

Bei der Peterswerft selbst ist inzwischen auch die im vergangenen Herbst ins Dock gegangene Superyacht „Pelorus“ fertiggestellt. Für das 115 Meter lange Luxus-Boot hatte es einen so genannten „Refit-Auftrag“ gegeben. Die Arbeiten seien abgeschlossen, so Mark Dethlefs. Jetzt stünden noch Probefahrten aus. In zwei Wochen soll die nach einer Trauminsel benannte Yacht ihrem Eigner übergeben werden.

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erstellt am 13.Apr.2017 | 05:00 Uhr

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