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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Sommerferien : Mit einem guten Fang in die Ferien

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Arbeiterwohlfahrt bietet in Wilster 20 Jungen und Mädchen wieder zwei Wochen lang ein abwechslungsreiches Programm.

Einen spannenden, abwechslungs- und lehrreichen Vormittag erlebten 20 Jungen und Mädchen gestern beim Auftakt des Sommerferien-Programms der Arbeiterwohlfahrt Wilster. Zwei Wochen lang treffen sich die Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren montags bis freitags im Betreuungsgebäude der Gemeinschaftsschule, um von dort zu den unterschiedlichen Aktionen aufzubrechen. Dazu gehören in den nächsten Tagen Besucher in der Stadtbücherei und beim Nabu, beim MTV und dem SV Alemannia sowie bei der freiwilligen Feuerwehr.

Gestern zogen die Betreuerinnen Noriko Linke und Ursel Maaß mit den Kindern zum Vereinsheim des Angelsportvereins Wilster in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schützenhalle. ASV-Vorsitzender Sebastian Gamero und Kassenwart Marco Schreiber führten die Schüler in den Umgang mit Angelruten, Angelschnur und Pose ein, ließen sie in die Köderkästen mit Maden, Larven und daraus entstehenden Fliegen greifen und zeigten die Technik im Umgang mit Haken und das richtige Knotenbinden.

Einige Kinder verfügten bereits über erstaunliches Fachwissen bei der Unterscheidung von Fried- und Raubfischen. Auch die Eingruppierung von Zander, Aal, Hecht, Barsch und Wels zu den Raubfischen gelang fehlerfrei. „Wir angeln nur, wenn wir Fisch essen möchten“, sagte Sebastian Gamero. Deshalb dürfen Kinder erst ab zwölf Jahren einen Angelschein erwerben, um über das notwendige Können beim fach- und waidgerechten Töten des Fisches zu verfügen. Der zwölfjährige Tom wusste genau zu unterscheiden zwischen Schuppen-, Spiegel-, Zeil-, Wild- und Lederkarpfen, während die beiden siebenjährigen Hugo und Luis keine Probleme hatten, die Angelschnur von der Rolle durch die Ösen der Teleskopangel einzufädeln. „Bei uns in der Wilsterau gehen uns vorwiegend Brassen, Rotaugen und Rotfedern an den Haken“, beschrieben Sebastian Gamero und Marco Schreiber den heimischen Fischbestand. Weniger anzutreffen sind dagegen die Forelle, Lachs und Stint aus der Gruppe der Salmoniden und Coregone. Und noch nie gehört hatten die meisten von den heimischen Kleinfischen wie Streber, Ukelei und Schrätzer.

„Wollen wir jetzt auch angeln gehen“, konnten die Kinder kaum die Zeit abwarten, um ihre neuen Erkenntnisse an Ort und Stelle anzuwenden. Dazu zogen die beiden Angler und Betreuerinnen mit den rund 20 Kindern nur wenige Meter weiter an das Ufer des Friedhofgrabens, um dort ihre Angeln auszuwerfen. Beute für die Pfanne machten sie an diesem Vormittag nicht. Die durch Fischfutter angelockten Schuppentiere wurden wieder in die Freiheit entlassen. Unter ihnen auch eine 45 Zentimeter lange Schlei sowie mehrere Rotaugen und Brassen, die dann aber gleich wieder ins Wasser gesetzt wurden. Wer jetzt Lust und Interesse am Angelsport gefunden haben sollte, ist aufgerufen, in die Jugendgruppe des ASW Wilster hineinzuschnuppern. Anmeldungen nimmt dazu der Vereinsjugendwart Fabian Hansen unter fabianwilster@web.de entgegen.

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