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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Metropolregion : Mit der Bahn kommt der Aufschwung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Mobilität in der Metropolregion“ - zu diesem Thema hatte der grüne Kreisverband nach Kellinghusen eingeladen.

Das Land hat das Geld für die Reaktivierung der Bahnstrecke Kellinghusen-Wrist zugesagt. Doch wann rollen die ersten Züge? Das konnte zwar auch Lukas Knipping, Verkehrsreferent beim Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nahsh) nicht beantworten. Doch es werde an dem Thema gearbeitet. Das sagte er bei der Veranstaltung „Mobilität in der Metropolregion Hamburg“, zu der der Kreisverband der Grünen und der Landtagsabgeordnete Bernd Voß in das Kellinghusener Mehrgenerationenhaus eingeladen hatte.

Mit der Netz AG der Deutschen Bahn seien erste Gespräche geführt worden. Dabei sei herausgekommen, dass die DB Netz die Strecke wohl selbst bauen und betreiben wolle, so Knipping. Zurzeit sei das Unternehmen dabei, eine betriebliche Aufgabenstellung zu erarbeiten. Der Verkehrsreferent ging auch noch einmal auf die Kosten-Nutzen-Analyse ein, die für die Reaktivierung in Auftrag gegeben worden sei. Darin werden für den künftigen Halt in Kellinghusen 400 Einsteiger pro Tag prognostiziert. Insgesamt falle die Analyse für die Störstadt gut aus mit einem Kosten-Nutzen-Indikator von 1,8. „Dies ist ein beachtlicher Wert.“ Notwendig wäre nur 1,0. Dies liegt nach Angaben von Knipping an dem bereits vorhandenen Zug, der zurzeit von Hamburg nach Wrist fahre und von dort nur weitergeführt werden müsse. Wie wichtig schienengebundene Anschlüsse für Kommunen sind, machte auch Jakob Richter, Geschäftsführer der Metropolregion Hamburg, deutlich. „Die Folge ist eine positive Bevölkerungsentwicklung.“

Richter erläuterte die Aufgaben der Metropolregion Hamburg, musste auf Nachfragen der Besucher aber auch auf den in Steinburg gewünschten Beitritt zum Hamburger Verkehrsverbund und den geplanten Nordtarif eingehen. Er könne die Steinburger verstehen, es sei ihr „legitimes Interesse, über einen HVV-Beitritt zu diskutieren“. Es sei aber auch das legitime Interesse des Landes, auf die Kosten hinzuweisen. Für Lukas Knipping macht ein Nordtarif Sinn, denn ein Beitritt nur des Kreises Steinburg zum HVV würde die unterschiedlichen Tarifgrenzen innerhalb von Schleswig-Holstein nur verschieben und nicht beseitigen.

Auch Bernd Voß begrüßt - wie berichtet–, den Nordtarif, „wir brauchen ein durchgängiges System“. Er betonte, dass es über den Nordtarif bereits Gespräche auf Staatssekretär- und Ministerebene gebe. Wenn der Tarif nicht komme oder es zu lange dauere, müsse man natürlich neu nachdenken.

Trotz der Plädoyers für den Nordtarif - für Reinhard Rübner (SPD), stellvertretender Bürgermeister der Störstadt, bleibt ein Beitritt zum HVV erste Wahl. Dies bringe den Kreis in seiner Entwicklung weiter und „sollte uns 1,8 Millionen Euro Wert sein“. Peter Löbel (CDU), zweiter stellvertretender Bürgermeister, hielt einen HVV-Beitritt in zwei Jahren für möglich, ein Nordtarif dauere fünf bis zehn Jahre, „wenn er dann überhaupt kommt“.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 16:39 Uhr

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