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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 08:59 Uhr

Musikfestival : Mit Boot zum Auftritt geschippert

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Zwei Tage dauerte das Platt-Schnack-Festival am Glückstädter Hafenkopf.

Waren die ersten beiden Events des neu erdachten Glückstädter Kultursommers sehr gut beim Publikum angekommen, so litt das Platt-Schnack-Festival am schlechten Wetter, es kam am Wochenende nur langsam in Fahrt. Nur wenige Besucher verfolgten aufgrund des Regens die Auftritte der ersten beiden Bands am Sonnabendnachmittag.

Dabei waren sowohl „Knallköm“ als auch „Die Pressgäng“ einen Besuch wert. Und die, die gekommen waren, genossen die frische norddeutsche Musik von Hans Albers über Freddy Quinn bis hin zu plattdeutschen Liedern über Liebe, Land und Leute. Das machte den Zuhörern einfach Spaß, und sie belohnten die Auftritte mit viel Beifall.

Am Abend füllte sich dann der Hafenplatz. Angekündigt war die Band „Störtebeker“ mit einem Querschnitt durch das Repertoire der angesagten Shanty-Band „Santiano“. Leider beeinträchtigte das Wetter den Aufbau und auch die Technik, so dass der Auftritt immer weiter nach hinten verschoben werden musste. Doch das Publikum hielt tapfer durch, bei Regen wurden einfach die mitgebrachten Schirme aufgespannt.

Zu den bekannten Titeln „Leinen los“ oder auch „Kaperfahrt“ wurde am Ufer kräftig mitgesungen. Und trotz wiederkehrender technischer Probleme genossen Band und Publikum den Auftritt gleichermaßen.

Ein Höhepunkt des Abends war der Beginn des Konzertes. Mit Fackeln schipperten die Musiker von Störtebeker mit einem kleinen Boot zur Bühne und zu ihrem Auftritt. Ohne Zugaben ließen die Zuschauer die Band dann nicht von der Bühne und zu „Hier im Norden“ wurde dann wieder einmal kräftig mitgesungen.

Am Sonntagmorgen hatte sich das Wetter aufgeklart, so dass die „Molenkieker“ den Tag mit ihrem gewohnt kräftigen Gesang einläuten konnten. Ihnen folgten am Nachmittag „Brungers und Band“ mit ihren nordischen und rockigen Liedern von Blues über Folk bis Rock. Die vier Musiker aus Ostfriesland gelten als eine der besten plattdeutschen Bands überhaupt und begeistern vor allem mit ihren Liveauftritten. Aber auch im Radio finden ihre Songs große Anerkennung.

Für Glückstadt hatten sie die „Plattrocker“ ein buntes Programm zusammengestellt. Das Publikum ging vom ersten bis zum letzten Song begeistert mit. Da hatten es die beiden Bands, die das Festival ausklingen ließen, schwer. Dennoch machten auch der Shantychor „Lunzdorf“ und „Die Tüdelband“ nochmal ordentlich Stimmung am Hafenkopf.

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