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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 23:29 Uhr

Hilfsprojekt : Mit besten Wünschen aus Sommerland

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Verein „Sister“ aus Sommerland unterstützt benachteiligte Menschen in Indien. Eine siebenköpfige Delegation ist über Weihnachten vor Ort.

Der Sommerländer Verein „Sister“ baut seine Entwicklungshilfe im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu weiter aus. Seit Anfang 2016 ist die Organisation gemeinnützig und so in der Lage, größere Spenden von Privatpersonen und Firmen entgegenzunehmen. Dadurch sind umfassendere Projekte möglich.

Der Verein konzentriert seine Hilfe weiterhin auf die benachteiligten Bevölkerungsschichten Indiens, insbesondere die Frauen und Mädchen. Seit Anfang 2015 wird an der Verwirklichung eines Konzeptes gearbeitet, welches den Bau von mehreren Gemeindehäusern sowie die anschließenden Organisation von Unterricht, handwerklicher Ausbildung und medizinischer Erstversorgung anstrebt. Zwei der monsunsicheren Gebäude werden bis Ende 2016 fertiggestellt, in einem findet bereits zweimal wöchentlich Unterricht durch eine von „Sister“ finanzierte Lehrerin statt. Momentan wird außerdem ein Vertrag über Unterricht mit einer ortsansässigen Schneiderin ausgearbeitet.

„Uns ist wichtig, dass wir sorgfältig arbeiten und dabei intensiv auf die Menschen eingehen“, sagt der Elmshorner Simon Wittekindt (22), der diesen Winter zum dritten Mal mit nach Indien fliegt. „Wir wollen jedes einzelne Dorf, mit dem wir arbeiten kennenlernen und verbringen deswegen viel Zeit in den Gemeinschaften. Ziel ist es, die Distanz abzubauen und wirklich dauerhaft im Dialog zu bleiben.“ Nur so könne ein Austausch zwischen den Kulturen stattfinden und nachhaltige Hilfe geleistet werden.

„Meinen langen Wunsch, selber etwas für Hilfebedürftige zu tun, kann ich bei Sister erfüllen“, betont der Vorsitzende Gero Reimers. „Denn meiner Ansicht nach sollten wir uns viel mehr darauf konzentrieren unseren Wohlstand zu teilen und weniger daran arbeiten, diesen zu vergrößern.“

Neben dem Bau der Gemeindehäuser wurden im vergangenen Jahr mehrere kleinere Projekte vorgenommen, zum Beispiel der Bau einer Komposttoilette und eines Duschraums, Lieferung von Nahrungsmitteln nach der Flut im November 2015, Förderung von mehreren jungen Frauen und die finanzielle Betreuung eines schwer körperlich behinderten Jungen und seiner Familie.

Am 26. Dezember startet die nächste Reise nach Indien. Dieses Mal hat sich eine Gruppe von sieben Mitgliedern entschieden, die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel in Indien zu verbringen. Für drei von ihnen ist es die erste Reise mit „Sister“. Der Verein sucht für die Zukunft weitere engagierte Mitglieder und Förderer. Möglich ist auch die Vermittlung von Patenschaften, also Hilfe im persönlicherem Rahmen.


> Weitere Informationen auf der Internetseite
unter: www.sister-hilfe.org.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 17:00 Uhr

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